Marius Bülter ist davon überzeigt, dass er mit dem 1. FC Union auch kommende Saison noch erstklassig sein wird. Foto: Matthias Koch

Mit diesen Gesprächen oder dem Warten darauf hatte er kein Problem. Schließlich hatte Union ihm seit Monaten  schon mitgeteilt, dass sie ihn endgültig vom 1.FC Magdeburg verpflichten wollen würden. Vorm Gladbachspiel war es dann soweit. Da teilte Manager Oliver Ruhnert dem Angreifer mit, dass die Eisernen über Pfingsten die Kaufoption aktivieren werden. 

Damit aber, das ist klar, standen für Unions siebenfachen Torschützen - Nummer acht soll am liebsten schon am Sonntag gegen Schalke folgen - aber weitere Gesprächsrunden an. Mit seiner Freundin Theresa nämlich. „Ich hoffe, sie zieht jetzt mit mir zusammen“, so Bülter. Offenbar gibt es da noch ein bisschen Gesprächsbedarf.

Als er vor knapp zwölf Monaten sein Abenteuer Berlin begann, blieb sie im heimischen Nordrhein-Westfalen.  Erstens hatte sie da einen guten Job. Und zweitens hätte das Abenteuer Bundesliga für Bülter, der ja zuvor nur ein Jahr in der 2. Liga vorweisen konnte, ganz schnell beendet sein können. 

Zu 100 Prozent

Marius Bülter beziffert die Wahrscheinlichkeit des Klassenerhaltes

Ist es nun aber nicht, weil Union die rund 1,4 Millionen Euro nach Magdeburg überweist. Und Bülter für mindestens zwei weitere Jahre eisern bleibt. Auch ein zweites Jahr Bundesliga wird sich daran für ihn anschließen. Mindestens. Davon ist der studierte Maschinenbauer  fest überzeugt: "Zu 100 Prozent."

Die Begründung lieferte er auch gleich hinterher. "Auch wenn der Trend gerade nicht so gut aussieht. Es stimmt innerhalb der Mannschaft. Die Stimmung ist gut." Selbst der Fall Polter sei nicht hemmend. Weil einfach kein Gesprächsstoff in der Kabine. "Das ist für uns alles kein Thema", so Bülter weiter.

Daran haben die zuletzt schlechteren Ergebnisse nicht gelegen, ist sich Bülter sicher. "Wir haben mit den Bayern und gegen Gladbach gegen zwei Topmannschaften gespielt", sieht er nichts Ehrenrühriges an Pleiten gegen diese Champions-League-Teams. Daraus lässt sich für ihn jedenfalls nicht ableiten, dass Union im Restverlauf der Saison nicht noch was reißen wird.