So kennen und lieben die Eisernen ihren Marius Bülter: Der Angreifer jubelt mit ausgestreckten Armen nach einem Tor.  Foto: dpa

Nun ist amtlich, was sich schon seit Wochen angedeutet hatte: Die Eisernen ziehen ihre Kaufoption bei Angreifer Marius Bülter und nehmen die Magdeburger Leihgabe fest unter Vertrag. 

Bis zum letzten Tag ließen sich die Köpenicker damit Zeit. Am 31. Mai mussten sie eine Entscheidung treffen. Wäre in normalen Zeiten nach dem Saisonende gewesen. Und angesichts der Abschneidens des FCM in der 3.Liga - die stehen nur aufgrund der besseren Tordifferenz nicht auf einem Abstiegsplatz - ein nachvollziehbares Warten. Wenn der einstige Europapokalsieger den Gang in die Viertklassigkeit angetreten hätte, wäre der 27-Jährige ja sogar ablösefrei gewesen.

„Der Schritt zu Union im letzten Sommer war genau der richtige. Ich wurde super von der Mannschaft aufgenommen und habe mich bei diesem besonderen Verein sofort wohlgefühlt. Für mich persönlich ist es ein unglaubliches erstes Bundesligajahr, in dem ich viele neue Erfahrungen sammeln und meinen Teil zum bisher guten Abschneiden in dieser Saison beitragen konnte. In den nächsten Wochen werde ich alles dafür geben, zusammen mit meinen Teamkollegen die Klasse zu halten, um auch in der neuen Saison wieder in der Bundesliga zu spielen“, wird Bülter in einer Vereinsmitteilung zitiert.

Magdeburg kassiert siebenstellig für Bülter

Laut transfermarkt.de hat Union im vergangenen Sommer eine Leihgebühr von rund 400.000 Euro an die Bördestädter überwiesen. Für einen sofortigen Transfer hatten die Anhaltiner im Sommer 2019 eine Millionen Euro aufgerufen. Das Risiko erschien Manager Oliver Ruhnert seinerzeit etwas zu hoch zu sein, schließlich hatte Bülter da gerade einmal eine Saison 2. Liga (33 Spiele/4 Tore) hinter sich.

Auch wenn die Köpenicker über die Transferentschädigung keinerlei Angaben machen, wird die Ablösesumme siebenstellig, weil sie sich auch nach der Anzahl der absolvierten Erstligaspiele richtet. Da kam der gebürtige Westfale auf 28 Partien. Auch in allen vier DFB-Pokalspielen wirbelte er mit. Eine Summe von 1,2 bis 1,4 Millionen Euro steht daher im Raum.

Wie in letzter Zeit üblich bei den Köpenickern wurden keinerlei Angaben über die Laufzeit des neuen Kontraktes gemacht. Das haben sich die Eisernen beim SC Freiburg abgeguckt, der das seit einigen Jahren schon so praktiziert. Man kann aber getrost davon ausgehen, dass Bülters für Liga eins und zwei geltendes Arbeitspapier nicht nur für die kommenden zwölf Monate umfasst. Realistischer ist da ein Zwei-, wenn nicht sogar ein Dreijahresvertrag. Schließlich soll Bülter eine der Korsettstangen der Eisernen werden in den kommenden Spielzeiten. Egal in welcher Liga.