So schön war es im Hinspiel: Grischa Prömel (r.) köpft das 1:0 gegen die Bayern. Foto: Imago/Matthias Koch

Ein Highlight jagt das nächste für die Eisernen. Erst das Stadtderby, nun am Sonnabend (15.30 Uhr) der Ausflug zum  Branchenprimus nach München. Und die ganze Liga fragt sich: Kann der 1. FC Union die Meisterschaft noch mal spannend machen?  

Klingt im ersten Moment vermessen. Und doch ist der Trip in den Süden nicht von vornherein aussichtslos. Zum einen fehlt den Münchnern ja ihre Tormaschine Robert Lewandowski (35 Bundesliga-Treffer). Zum anderen haben sie ein schweres Champions-League-Spiel gegen Paris SG in den Knochen. 

Eiserne nie bloßer Sparringspartner

Wenn man sich die ersten drei Begegnungen der Eisernen mit dem Rekordmeister noch mal genauer anschaut, wird man dabei Erstaunliches feststellen. Zu keiner Zeit waren die Köpenicker ein bloßer Sparringpartner. Der Erstauftritt endete mit 1:2 aus eiserner Sicht, nur 1:2. Abgeschlachtet wurde da niemand! Und wer weiß, was passiert wäre, wenn Sebastian Andersson damals mit seinem Handelfmeter nicht an Manuel Neuer gescheitert wäre. 

Der Zweitversuch beim Re-Start nach dem Corona-Lockdown endete zwar 0:2. Doch die eigentlich überlegenen Bayern taten sich sehr schwer mit dem Rausspielen von Chancen. Es bedurfte schon eines unnötigen Fouls von Neven Subotic an Leon Goretzka, damit Lewandowski  per Strafstoß für die Führung sorgte. Benjamin Pavard konnte erst spät (80.) den Schlussakkord setzen. 

Lewandowski fehlt Bayern

In dieser Spielzeit knöpfte die Elf von Urs Fischer den Münchnern tatsächlich den ersten Punkt ab. Nach einer Ecke von Christopher Trimmel verlängerte Grischa Prömel den Ball zum verdienten 1:0 ins lange Eck (4.). Bis zur Pause waren die Köpenicker dem 2:0 näher als die Gäste dem Ausgleich. Den markierte dann doch noch Lewandowski (67.). Wer glaubte, der FCB würde nun ein Feuerwerk abfackeln, der irrte. Umbiegen konnten die Bajuwaren den Kick nicht mehr!

Lewa fehlt jetzt, dazu die Europacupstrapazen. Und Kanonenfutter war Union noch nie gegen den Stern des Südens. Warum sollte nicht auch diesmal was gehen?