So wollen die Eisernen auch gegen Wolfsburg jubeln. City Press

Diese Aussicht dürfte den einen oder anderen Unioner am Sonntag mit noch breiterer Brust zum Stadion An der Alten Försterei marschieren lassen. Gewinnen die Eisernen das Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg (13.30 Uhr), dann steht der Klassenerhalt fest.

Statistisch, wohl gemerkt. Nicht tatsächlich. Dafür ist es am 24. Spieltag freilich noch ein bisschen zu früh. Doch Fakt ist eben auch, dass seit Einführung der Drei-Punkte-Regel in der Saison 1995/96 keine einzige Mannschaft mehr in die Zweite Bundesliga abgestiegen ist, die am 24. Spieltag 32 oder mehr Punkte hatte.

Interessant: Wie auch die Köpenicker platzierten sich Teams mit der genannten Punktzahl in der Vergangenheit stets im Tabellenmittelfeld und landeten auch am Saisonende vornehmlich zwischen den Plätzen acht und elf. Ins internationale Geschäft schaffte es aber keiner, wobei das natürlich nicht der Anspruch beim 1. FC Union ist.

Überhaupt bleiben die Eisernen dabei, solchen Statistiken, so positiv sie auch anmuten, so wenig Wert wie möglich zu schenken, um nicht den Fokus auf das Hier und Jetzt zu verlieren und die kommenden elf Spiele womöglich auf die leichte Schulter zu nehmen.

So betonte Routinier Christian Gentner unter der Woche, auf die Nichtabstiegs-Statistik angesprochen: „Ich glaube nicht, dass eine solche Hochrechnung Sinn macht.“

Chance auf Abstiegsstrudel ist gering

Der 34-Jährige erklärte auch warum: „Aktuell sind wir in unseren Leistungen absolut stabil und gut. Wichtig ist einzig und allein, dass wir das beibehalten. Dann können wir ganz beruhigt in die restlichen Spiele gehen. Und da haben wir ja noch einige Highlights vor uns.“

Stimmt, denn nach dem anstehenden Dreierpack aus Wolfsburg, dem Pokalspiel in Leverkusen und dem Gastspiel in Freiburg, besuchen die Bayern die Wuihlheide und dann wartet auch schon der Chaos-Klub aus dem Berliner Westend.

Doch, wie Christian Gentner schon richtig erkannt hat: Die Eisernen sind derzeit überragend konstant. Und allen Weigerungen, sich über das bislang geleistete zumindest ein bisschen zu freuen, zum Trotz, dürfte es doch ungemein unwahrscheinlich sein, dass Union in den verbleibenden Spielen noch einmal derartig einbricht, dass die Fischer-Männer noch tief in den Abstiegsstrudel geraten.

Möglich ist es, klar! Aber eben auch extrem unwahrscheinlich. Zu gefestigt wirkt das Team, zu perfekt passt das taktische Korsett, in das Trainer Urs Fischer seine Mannschaft da eingeschnürt hat. Die Eisernen werden in den kommenden Spielen noch so manchen Gegner frustrieren und ärgern.

Umso leichter kickt es sich da vielleicht, wenn man schon die Statistik auf seiner Seite hat.