Der Zweikampf zwischen Loris Karius und Andreas Luthe (r.) spitzt sich wieder zu. Foto: Matthias Koch

Es kann nur einen geben. Zumindest im Tor. Da ist es wie bei dem guten alten Kinoklassiker Highlander mit Christopher Lambert und Sean Connery. Beim 1. FC Union ist das Andreas Luthe. Folglich schaut man genau hin, wenn sein Herausforderer auf einmal die Kohlen aus dem Feuer holen muss. Folglich gab es Diskussionen, ob Loris Karius Aktien am Gegentreffer beim 1:1 (1:1) gegen die TSG Hoffenheim hatte oder nicht. 

Trainer Urs Fischer beantwortete die Frage eindeutig. Der Schweizer plädiert auf nicht schuldig! „Die Entstehung der Situation können wir verhindern. Nachher ist wirklich auch Pech dabei. Loris ist noch dran mit der Hand, versucht den Ball abzulenken. Aber da kommen zwei Spieler dicht gedrängt vor ihn. Es ist unglücklich, aber nicht Loris, sondern die Situation als Ganzes“, so Fischer.

Entscheidung steht nicht mehr zu 100 Prozent

Fischer lobt Karius ausdrücklich für seinen Auftritt. „Er hat ein sehr gutes Spiel gemacht. Und er hatte auch Situationen, die uns geholfen haben, im Spiel zu bleiben“, so seine Einschätzung. 

Erstmals konnte Karius in einem Match zeigen, zu was er fähig ist, nachdem er in seinen beiden Einsätzen zuvor eher beschäftigungslos blieb. Auch weil Luthe offenbar noch nicht bereit war. „Für dieses Spiel fehlte die körperliche wie mentale Verfassung, die einfach noch nicht bei 100 Prozent war. Andi hat heute ganz normal trainiert und ich gehe davon aus, dass das auch diese Woche der Fall ist. Dann sollte einem Einsatz nichts im Wege stehen“, markierte Fischer die weitere Marschroute. 

Wobei, dieser Hinweis sei gestattet, sich die Tür für Karius einen Spalt weit öffnet! Denn für Fischer wird eine Entscheidung nicht einfacher. Natürlich ist es schwieriger geworden. „Schauen wir mal, was diese Woche geschieht, ob Andi wirklich alle Einheiten mitmachen kann“, so Fischer, der einräumt, dass Karius erheblich Druck auf Luthe macht dieser Tage und das Rollenverhältnis nicht zementiert sei. 

„Die Entscheidung“, so Fischer, sei nicht zu 100 Prozent gefallen. Auch wenn er eine klare Tendenz habe. „Wenn du 2o, 21 Spiele am Stück machst, dann geht das irgendwo in die Richtung, dass er die Nummer eins ist.“