Kann es nicht nur mit Fuß oder Kopf, sondern zeigte auch Fingerfertigkeiten: Unions Verteidiger Marvin Friedrich. Foto: Matthias Koch

Stadtmeisterschaft reloaded. Die Derbywoche steht an. Für Trainer Urs Fischer kommt es beim innerstädtischen Titelkampf am Ostersonntag (18 Uhr) sicherlich nur darauf an, überhaupt die drei Punkte gegen Hertha BSC zu Hause zu behalten. Der geneigte Unionfan hingegen würde es sicherlich begrüßen, wenn das 1:3 aus dem Hinspiel noch wettgemacht werden könnte.

Stadtmeisterschaften sind ja so eine Sache. Nirgends ist dafür eine Trophäe ausgeschrieben. Und doch ist sie für den Anhang immens wichtig. Meist übrigens beim kleineren Klub. Fragen sie nach in Hamburg. Dem HSV ist es wurscht, dass St. Pauli in der Stadt die Oberhand hatte, wenn am Ende der Spielzeit der Aufstieg steht. Auch Hertha kann sich nichts dafür kaufen, sollte der Abstieg nicht zu verhindern sein. 

Kruse beim Zahnarzt

Der eiserne Aufgalopp war eher leichter Natur. Zur allgemeinen Erbauung wurde Marius Bülter im Kreis abgeschossen, nachdem er am Montag Geburtstag hatte. Zum Glück für den nun 28-Jährigen waren nur 18 Kollegen da. Max Kruse hinderte ein Zahnarzttermin, Jakob Busk trainierte individuell. Sheraldo Becker ist noch immer nicht zurück in Berlin und die Nationalspieler fehlten ja sowieso.

Alles übersichtlich also. Bisschen Aufwärmprogramm, Kreisspiel und am Ende Fußballtennis. Ohne Nico Gießelmann und Taiwo Awoniyi, die abseits der Kollegen mit Rehatrainer Christopher Busse ihrer vollständigen Wiederherstellung entgegenstrebten.

Torwart Andy Luthe machte sogar einen Fan glücklich mit seinen Handschuhen, die er über den Zaun warf. Nach nicht mal 70 Minuten war der Spaß vorbei.

Der Ernst des Lebens beginnt am Mittwoch, wenn die Öffentlichkeit wieder ausgeschlossen ist.