Bayers-Pressesprecher Dirk Mesch sorgte am Freitag für viel Erheiterung im Netz mit einem Versprecher. imago/Deutzmann

Holla, was war denn denn? Vorweg genommene Fusion oder was? Was wissen die im Rheinland, was man hier in der Hauptstadt nicht weiß?  Auf der offiziellen Presskonferenz vor dem Spiel von Leverkusen gegen den 1. FC Union kündigte Bayers Pressesprecher Dirk Mesch die erste Partie des Jahres seiner Werkself an - gegen den „1. FC Dynamo Berlin“. 

Der Kenner weiß: Diesen Klub gibt es nicht. Entweder es wäre der BFC Dynamo, also ohne das Erster. Und als derzeitiger Spitzenreiter der Regionalliga Nordost wohl kaum Gegner der Werkself in der Bundesliga. Oder aber eben 1. FC Union Berlin.

Dieser Versprecher von Mesch hat das Zeug dazu, in die Annalen einzugehen. So wie Carmen Thomas' berühmter Satz über „Schalke 05“ im Aktuellen Sportstudio am 21. Juli 1973. Der sie übrigens nicht den Job bei den Mainzern gekostete  hatte, wie landläufig kolportiert wurde. Ihr Vertrag wurde halt nur nach rund eineinhalb Jahren im beidseitigem Einvernehmen einfach nicht mehr verlängert.

Nicht der erste Versprecher von Mesch

Berühmtheit erlangte auch  der Versprecher der seinerzeitigen Sky-Moderatorin Esther Sedlaczek, die im Februar 2019 den FC Bayern München bei ihrer Anmoderation des DFB-Pokalspiels bei Hertha BSC versehentlich als „Bauern“ München bezeichnete. „Genug Zuversicht, dass gegen die Bauern (lacht), Bayern, ein Kraut gewachsen ist, dürften die Berliner ja haben“, erklärte sie vor Anpfiff der Partie des Rekordmeisters bei den Blau-Weißen , bevor sie den Staffelstab an Kommentator Wolff Fuss weiterreichen wollte.

Ein Fauxpas, den sie anschließend auf ihrem eigenen Instagram-Kanal aufgriff und all diejenigen enttäuschte, die ihr dabei Absicht unterstellt hatten. „Leute, ich muss euch enttäuschen – es war tatsächlich nur ein Versprecher“, so die heutige ARD-Moderatorin. 

In die Reihe unfreiwilliger Komik reihte sich eine angebliche Aussage von Sportreporter- und Quizmasterlegende Heinz Maegerlein ein, der 1959 ein Skirennen mit den blumigen Worten „Sie standen zu Tausenden an den Hängen und Pisten“ kommentiert haben soll.  Das Wort „Pisten“ klingt dabei in den Ohren schon wie die Vergangenheitsform eines Verbs, mit dem umgangssprachlich das Wasser lassen bezeichnet wird. Der Satz ist nicht belegt, wurde jedoch zum geflügelten Wort.

Übrigens nicht das erste Mal, dass Leverkusens Mediendirektor Mesch Vereine locker durcheinanderwirft.  Vor einem Bundesliga-Kick gegen RB Leipzig sprach er einst von einer Partie gegen RB Salzburg. Fiel anders als jetzt aber sofort bei den Teilnehmern der Pressekonferenz auf und sorgte für erhebliche Lacher. „Um Gottes Willen, ich schalte sofort noch mal zurück“, nahm sich Mesch dann selbst auf die Schippe. 

Union trägt es mit Humor

Im Netz wurde das alles überwiegend mit einem Lachen quittiert. Die Zeiten, dass man aus weniger nichtigen Gründen gevierteilt wurde,  gehören zum Glück ja der Vergangenheit an. Auch wenn man im weinrot-weißen Lager und in Köpenick sich gegenseitig nicht mal das Schwarze unter den Fingernägeln gönnt. 

Irren ist nun mal menschlich. Bei Unions Pressestab hat man den unfreiwilligen Versprecher übrigens mit sehr viel Humor aufgenommen. Da wird Mesch seinen Berliner Kollegen wohl einen ausgeben müssen nach der Partie am Sonnabend (15.30 Uhr/Sky). 

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