Hier muss sich Lennard Maloney (l.) mit der undankbaren Aufgaben befassen, Unions Sheraldo Becker zu stoppen.
Hier muss sich Lennard Maloney (l.) mit der undankbaren Aufgaben befassen, Unions Sheraldo Becker zu stoppen. imago/Nordphoto

Er hat schon Bundesliga gespielt. Kurioserweise zweimal gegen Arminia Bielefeld. Und auch jeweils immer nur wenige Minuten. Lennard Maloney, früheres Talent des 1. FC Union, durfte bei Borussia Dortmund im riesigen Westfalenstadion ran. Doch das ist für ihn alles nichts gegen seine Alte Försterei. Der 23-jährige Innenverteidiger strahlte trotz der 0:2-Pokal-Niederlage seines 1. FC Heidenheim bei der Rückkehr in sein Wohnzimmer.

Vertraute Klänge von den Rängen, stimmungsvolle Atmosphäre, Flutlicht! Alles schick bis auf das Ergebnis. „Es war einfach wunderschön. Anders kann man es gar nicht beschreiben“, meinte Maloney.

Es war ja für ihn das erste Mal. Denn das einstige Eigengewächs der Köpenicker durfte zwar für die Eisernen im April 2018 in der Zweiten Liga erstmals im Profizirkus aufdribbeln. Doch das war auswärts bei einem 1:2 in Fürth. Hier in der Alten Försterei kannte er das Gefühl nur als Bankdrücker. Jetzt endlich konnte der Halb-Amerikaner den Heiligen Rasen mal unter seinen Stollen spüren. Wenn auch im falschen Trikot ...

Debüt mit Umwegen für Ex-Union-Talent Maloney

Ein verspätetes Debüt mit Umwegen. Im Winter 2020 ging es für ihn in einer halbjährigen Leihe nach Chemnitz. Vor dort aus verschlug es Maloney im Sommer desselben Jahres zur Reserve von Borussia Dortmund. Dort feierte er mit der U23 der Schwarz-Gelben den Drittliga-Aufstieg. Erst in diesem Sommer erfolgte der Wechsel nach Heidenheim.

„Ich habe mich da super eingelebt. Wohnung und alles hat sofort super geklappt. Deswegen kann mich gut auf den Fußball konzentrieren und richtig Gas geben“, sagte der gebürtige Berliner. Aus der pulsierenden Metropole ins beschauliche Ost-Württemberg – wie geht man damit um? Kein Problem offenbar. „Ich finde es da klein, aber fein“, so Maloney.

Maloney traut dem 1. FC Union einen Coup zu

Zehn Startelfeinsätze im Team von Trainer Frank Schmidt zeigen, dass er im Profifußball gut angekommen ist. Und bis auf das letzte Spiel im Bundesliga-Unterbau ist das Team aus der Stadt an der Brenz – übrigens die Geburtsstadt von Tim Skarke – ja gut unterwegs.

Den Weg der Eisernen verfolgt er weiter sehr aufmerksam aus der Ferne. Und drückt die Daumen. Was kann Union erreichen seiner Meinung nach? „Vieles! Ich sage, einfach vieles.“

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