Unions Andreas Voglsammer bei seinem Traumtor im Pokal gegen Hertha BSC. Nun hofft der Ex-Armine auf einen Einsatz in Bielefeld. imago/Matthias Koch

Wiedersehen macht Freude. Für Unions Andreas Voglsammer ist die Rückkehr nach Bielefeld kein Spiel wie jedes andere. Fünf Jahre kickte er für die Ostwestfalen, absolvierte 163 Spiele für die Arminia (49 Tore). Gefühlt kennt der 30-Jährige jeden Grashalm auf der Alm beim Vornamen. Und es ist eines der Phänomene des Fußballs: Wenn es gegen die Ex geht, sind Kicker oft besonders gut drauf. Folglich stellt sich jeder die Frage: Lässt Urs Fischer seinen Vogi von Beginn an von der Leine?

Der Schweizer, der Max Kruses Begehren nach noch mehr Spielzeit mit den Worten „Die Bundesliga ist kein Streichelzoo“ konterte,  bliebt auch im Fall des aus der Corona-Isolation zurückkehrenden Voglsammer konsequent. Auch wenn er um dieses Phänomen weiß. „Ich sehe das ein bisschen gemischt.  Wir erfüllen eigentlich nicht Wünsche von Spielern, nur weil sie gegen ihren Ex-Klub antreten. Bei Vogi gilt vor allem, wie hat er die Woche überstanden? Wir haben uns heute unterhalten, es hat gut ausgeschaut. Schauen wir mal, ob es für den Kader oder die erste Elf reicht“, so der 55-Jährige.

Das mit dem Kader kann man getrost vernachlässigen. Das mit der ersten Elf eher nicht. Voglsammer, für dessen Derbytor beim 3:2-Sieg im Pokal bei Hertha BSC noch bis diesen Sonnabend um 19 Uhr bei der ARD-Wahl zum Tor des Monats gevotet werden kann, wird eher nicht von Beginn an stürmen. Auch hier gilt ja, dass man es nach einer Covid-19-Infektion eher geruhsamer angehen soll, nicht gleich von null auf hundert durchstarten sollte.

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