Taiwo Awoniyi (l.) stürmt in der Bundesliga unter die Toptorjäger. Ein Volltreffer für den 1. FC Union.  Foto: City-Press

Sie waren die Einkaufsweltmeister des Sommers. Bedingt durch zahlreiche Abgänge. Auch, weil der 1. FC Union im Vorjahr exorbitant viele Leihspieler in seinen Reihen hatte. Logisch, dass da im Sommer 2021 ein ständiges Kommen und Gehen zu beobachten war. Doch wie haben sich diese Neu-Unioner denn nun geschlagen? Klar, bei Goalgetter Nummer 1 Taiwo Awoniyi (24) wird sich keiner finden, der ihn nicht als absolute Granate einstufen würde. Doch was ist mit den anderen? Der KURIER hat genau hingeschaut und hier ist unsere Rangliste der eisernen Neu-Einkäufe in fünf Kategorien von „Volltreffer“ bis „müssen kämpfen“.

Guter Griff

Genki Haraguchi (l.) und Rani Khedira sorgen für neuen Schwung Foto: Imago Images/Koch

In der Kategorie „guter Griff“ sehen wir drei Union-Profis. Rani Khedira (27) konnte Robert Andrich zwar nicht vergessen machen. Er interpretiert die Rolle des Sechsers anders als der Neu-Leverkusener, ist weniger spielgestaltend unterwegs. Aber er mauserte sich zur absoluten Stammkraft. Genki Haraguchi (30) fremdelte anfangs ein wenig mit dem System von Trainer Urs Fischer. Aber steigerte sich und ist unermüdlich wie ein Duracell-Häschen. Kevin Behrens (30) zeigte herausragende Joker-Qualitäten. Mit ihm konnte Fischer immer wieder Torgefahr einwechseln.

Hat sich gelohnt

In der Rubrik „hat sich gelohnt“ tummelt sich ein Quartett. Timo Baumgartl (25) verhinderte eine etwas bessere Einstufung durch seinen kapitalen Schnitzer im Endspiel um Rang zwei in der Conference League gegen Slavia Prag und der Tatsache, dass er beim 2:2 gegen Kölns Anthony Modeste beim späten Ausgleich ungestört agieren ließ. Ansonsten erledigte er seinen Job stets sehr zuverlässig. Gilt mit leichten Abstrichen auch für Paul Jaeckel (23), den Fischer aber immer getrost reinwerfen kann, wenn einer der etatmäßigen Innenverteidiger passen muss. Andreas Voglsammer (29) ist mit seinen Kämpferqualitäten auch ein Top-Joker, hat aber im Vergleich zu Behrens wettbewerbsübergreifend zwei Buden weniger gemacht. Frederik Rönnow (29) kam spät in der Vorbereitung, konnte sich so kein echtes Duell mit Andreas Luthe um die Nr.1 liefern. Aber wann immer er Unions Stammtorhüter vertreten musste, war er ein zuverlässiger Rückhalt.

Luft nach oben

Levin Öztunali (l.) im Duell mit Herthas Ishak Belfodil. Foto: Imago Images/nordphoto/Engler

In der Abteilung „Luft nach oben“ tummeln sich Tymoteusz Puchacz (22), Kevin Möhwald (28), Bastian Oczipka (32) und Levin Öztunali (25). Puchacz deutete in der Conference League zumindest an, warum er polnischer Nationalspieler ist. Möhwald und Oczipka kamen erst zum Ende der Transferperiode, brauchten Zeit zum Eingewöhnen. Zumindest der Ex-Schalker Oczipka war an der Entstehung des 1:0-Siegtreffers in Bochum beteiligt. Der einstige Bremer Möhwald kommt zwar auf insgesamt zehn Einsätze, aber in Minuten waren das auch nur 28 mehr als Oczipka bei seinen vier Spielen.

Müssen kämpfen

Bleibt der Punkt „müssen kämpfen“. Bei Rick van Drongelen (23), Pawel Wszolek (29), Keita Endo (24) und Suleiman Abdullahi (25) muss man nicht von Enttäuschung sprechen, doch um über die Rolle als Tribünenstammgast hinauszukommen, müssen sie noch eine große Schippe draufpacken.

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