Max Kruse (l.) und Taiwo Awoniyi jubeln in Hoffenheim über den Ausgleich zum 2:2. Das Duo begeistert alle.  Foto: Imago: Völker

Auf Max Kruse und Taiwo Awoniyi ist Verlass. Pünktlich mit Pflichtspielstart zaubern die beiden Stürmer des 1. FC Union, dass Mannschaft, Trainer und Fans ihre helle Freude haben. Die zwei sind auf dem Platz irgendwie eins, halt Krusoniyi.

„Sie finden sich wirklich im Moment. Solche Automatismen helfen dir, wenn der eine vom anderen weiß, wo er hinläuft“, sagt Trainer Urs Fischer. Auch beim 2:2 in Hoffenheim hatte das Duo seinen Anteil, dass Union in dieser Saison weiter ungeschlagen bleibt. Zudem gehen die Köpenicker mit einem guten Gefühl in das Play-off-Rückspiel gegen Kuopio PS. Fischer war nach einem „tollen Spiel“ ausdrücklich „sehr zufrieden“.

Fischer schwärmt vom Zusammenspiel von Krusoniyi

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Auch wenn es nach zwei Spieltagen noch keinen Ligasieg für die Eisernen gab, scheint sich die Mannschaft schon an den neuen Rhythmus zu gewöhnen. Immerhin war das Remis in Hoffenheim das dritte Duell innerhalb von acht Tagen. Und das nächste wartet schon: Nach dem 4:0 in der Vorwoche in Helsinki soll am Donnerstag (20.15 Uhr/RTL Nitro) gegen Kuopio der Einzug in die Gruppenphase der neuen Conference League perfekt gemacht werden. In Finnland hatten der 24 Jahre alte Awoniyi mit zwei und der neun Jahre ältere Kruse mit einem Treffer für die frühe Entscheidung noch vor der Halbzeit gesorgt.

Kruse kann aber noch mit einer anderen Qualität überzeugen. „Wir haben mit Max schon einen Kreativspieler, der den letzten Pass spielen kann“, lobt Fischer und ergänzt zum Zusammenspiel mit dem Nigerianer Awoniyi: „Ich hoffe, wir können das beibehalten.“ Gegen Hoffenheim hätte Kruse gegen Ende fast noch den 3:2-Siegtreffer erzielt, doch auch ein Punkt schon ein Erfolg.

„Die Balance im Spiel muss noch besser werden. Aber das war ein Schritt in die richtige Richtung. Darauf können wir aufbauen“, sagt Niko Gießelmann, der wie Awoniyi ein Tor erzielte.

Macht Union die Hertha-Hütte voll? 

Nun steigt die Vorfreude auf den Auftritt im nicht wirklich heimischen Olympiastadion von Hertha BSC. Die Köpenicker ziehen für die internationalen Spiele nach Charlottenburg um und können dort derzeit bis zu 25.000 Zuschauer empfangen. Mehr als 18.000 Tickets sind bereits verkauft. „Darauf freuen wir uns riesig. Wenn wir erfolgreich sind und die Gruppenphase erreichen, wird es ein schönes Fußballfest“, sagt Gießelmann.

„Am Donnerstag wollen wir die Conference klarmachen und dann gegen Gladbach gewinnen“, sagt Marvin Friedrich. Am Sonnabend wird der Verteidiger allerdings fehlen. In der Nachspielzeit sah er in Sinsheim Gelb-Rot und ist gesperrt.

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