Unions Torwart Andreas Luthe (r.) versucht seinen Mitspieler Robert Andrich nach dem Missgeschick zu trösten. Foto: Matthias Koch

Er hatte eine schlaflose Nacht. Auch wenn er sich nach seinem Missgeschick auf dem Feld wenig davon anmerken ließ und weiter zu den Aktivposten beim 1.FC Union gehörte. Und doch weiß Robert Andrich, dass ihn sein kurioses Eigentor beim 2:5 in Frankfurt bis zum Saisonende unaufhörlich begleiten wird. In keinem ernsthaften Jahresblick dürfte es fehlen. 

Mehr schmerzte den eisernen Mittfeldabräumer der Punktverlust in Hessen, durch den die Köpenicker im Kampf um die Europacupplätze wieder ein Stück weit ins Hintertreffen geraten sind. „Die Niederlage tut dann aber schon mehr weh“, räumte der 26-Jährige ein.

Torwart Andreas Luthe nimmt Kollegen in Schutz

Unions Torsteher Andreas Luthe nahm das Missgeschick seines Kollegen mit einer gehörigen Prise Galgenhumor. „Der war schon sehr gut getroffen“, so der 34-Jährige, der den Ball auch ohne sein Wegrutschen beim Rückpass kaum noch hätte erreichen können. Bei den Eisernen gewinnt man eben zusammen und verliert auch nur als Team. Und Einzelne werden nie zum Sündenbock gemacht. Auch nicht von den Rängen aus. Köpenicker Grundtugenden eben.

„Missgeschicke gehören nun einmal dazu. Fußball ist halt ein Fehlerspiel. Aber wir mussten ihn nicht extra trösten“, verriet Unions Trainer Urs Fischer am Tag danach. „Mit dem“, so der Schweizer, „muss man umgehen können. Auch das gehört zu einer Karriere dazu, sich dann hinzustellen und sich dann zu erklären.“  Wie sagte einst der ehemalige Eintracht-Trainer und große Fußball-Philosoph Dragoslav Stepanovic: „Lebbe geht weiter.“