Köpfchen ist in der Bundesliga gefragt: Max Kruse. Foto: Imago Images

Die Verpflichtung von Max Kruse ist ein Coup, das steht außer Frage. Immerhin hatten ja auch andere Klubs, Werder Bremen beispielsweise oder der FC Schalke, bei dem 32-Jährigen ihr Interesse hinterlegt. Sie ist aber auch Wagnis, weil man ja nie so genau weiß, vor allem bei einem Stürmer in seinem Alter, ob sich so eine kostspielige Investition auch wirklich rentiert. Aber mutig müssen die Eisernen sein, mutiger denn je womöglich, um auch im zweiten Jahr in der Bundesliga bestehen zu können.

Insofern ist Kruse, der am Freitag seinen Vertrag bei den Köpenickern unterschreiben wird, bei allen Unwägbarkeiten ein Volltreffer. Unterschiedsspieler nennt man inzwischen solche Könner wie ihn. Macht aus wenig ganz viel, weil er weiß, was bei einem Angriff vor und im Strafraum zu tun ist. Macht sehr viel richtig, wenig falsch, weil er ganz viel Köpfchen hat, ganz viel Instinkt und nur wenig Angst vor einem Fehler. Dass er auch einen Schuss Exzentrik in sich trägt, sei’s drum. Das hat bis dato fast kaum jemanden gestört. Okay, zu der Minderheit zählt Bundestrainer Joachim Löw, der Kruse in der Nationalmannschaft trotz einer akuten Stürmernot nur zu 14 Länderspieleinsätzen hat kommen lassen.

„Ich bin glücklich, wieder in der Bundesliga zu spielen und mit Union einen coolen neuen Verein kennenzulernen, der in den letzten Jahren eine tolle Entwicklung genommen hat“, sagt Kruse. Recht hat er. Auch weil Union bei der Akquise von neuem Personal, sei es Trainer oder Spieler, in der jüngsten Vergangenheit sehr viel richtig gemacht hat.