Hat blendende Laune: Unions alter Neuzugang Taiwo Awoniyi. City-Press/Moritz Eden 

Wenn es das Sprichwort „strahlt wie ein Honigkuchenpferd“ nicht gäbe, für Taiwo Awoniyi müsste man es erfinden. Unions teuerster Einkauf der Geschichte – inklusive Boni und Nachschläge könnte das Gesamtpaket am Ende bis zu 7,5 Millionen Euro umfassen – war im am Mittwoch zu Ende gegangenen Trainingslager der Eisernen die personifizierte gute Laune.

„Ich bin einfach nur glücklich. Es ist so, als ob ich Union nie verlassen hätte. Family“, meinte der junge Nigerianer, der sich in einer Medienrunde aufgeschlossen wie selten zeigte. „Beim letzten Mal habt ihr mich alle immer nur nach der Zukunft gefragt. Ich wusste doch nicht, wie es weitergeht. Was sollte ich da sagen?“, meinte Unions Königstransfer.

Awoniyi schlug Angebote aus der Premier League aus

Was er hingegen wusste nach der beendeten Leihe und der Rückkehr zum FC Liverpool, war, dass er keinen Bock mehr darauf hatte, erneut nur auf Zeit dem LFC den Rücken zu kehren. Sechs Mal wurde er an diverse Klubs in Europa verliehen in den letzten sieben Jahren. Das ging nicht spurlos an ihm vorbei:  „Ich wollte eine dauerhafte Perspektive. Dass ich das erreicht habe, macht mich glücklich.“

Die Rückkehr zu Union, nach der es zwischenzeitlich wenig ausgesehen hatte, setzt dem nun ein Ende. Und doch fiel die Entscheidung schwerer als zunächst gedacht. Denn Awoniyi ist mittlerweile im Besitz einer Arbeitserlaubnis auf der Insel. Was ihn stolz und glücklich macht: „So etwas bekommen sonst nur Nationalspieler.“

Awoniyi will in Köpenick zum Nationalspieler werden

Jetzt darauf zu verzichten, fiel ihm auch nicht einfach. Aber er wollte unbedingt zu Union. Köpenick statt Kohle. Awoniyi: „Es gab auch andere Angebote aus der Premiere League. Da hätte ich mehr verdienen können. Aber Geld ist nicht alles.“

Unions Taiwo Awoniyi – hier im Zweikampf mit Rick van Drongelen – haut sich mächtig rein im Training. City-Press/Moritz Eden

Als Vollunioner will er nun auch Nationalspieler werden. Der Ruf der Supereagles hatte ihn schon ereilt, als ein Muskelbündelriss im Februar seine Nominierung verhinderte. „Nigeria hat viele gute Stürmer. Allein hier bei Union sind es drei“, verwies er auf die Kollegen Anthony Ujah und Suleiman Abduallahi. Ein Besuch an der Alten Försterei würde sich für Gernot Rohr also sicherlich lohnen.

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