Robin Knoche – hier im Duell mit Bayerns Kingsley Coman – hat ein Vertragsangebot bei Union erst einmal abgelehnt. imago/Sven Simon

Marvin Friedrich weg, Max Kruse futsch, Grischa Prömel geht im Sommer auch. Die Eisernen werden gerade kräftig gefleddert. Und nun droht auch noch der Abgang von Abwehrchef Robin Knoche. Denn dem Vernehmen nach konnte sich Union mit dem Innenverteidiger bislang nicht über eine Ausweitung seines Arbeitspapiers einigen.

Droht hier der Super-GAU? Bricht Union weiter auseinander und geht mit Robin Knoche die nächste Korsettstange flöten? Muss Trainer Urs Fischer mit den Köpenickern in der kommenden Spielzeit versuchen, wie Phönix aus der Asche zurückzukehren?

Knoche ist bei Union ein Dauerbrenner

Gerade Knoche ist einer der Unverzichtbaren. Der gebürtige Braunschweiger verpasste seit seinem Wechsel im Sommer 2020 aus Wolfsburg von 61 möglichen Ligaspielen nur eines durch eine Gelbsperre, stand auch in allen nationalen wie internationalen Pokalspielen für die Köpenicker auf dem Platz.

Da verwunderte es fast schon, dass Union im Vorjahr nicht schon versucht hatte, den Vertrag vorzeitig zu verlängern. Damals hätte Knoches Seite hochgradiges Interesse daran gehabt, ein eher langfristiges Arbeitspapier zu unterschreiben. Doch in Köpenick wurde das Thema seinerzeit nicht angegangen.

„Wir würden ihn sehr gerne ab dem 1. Juli weiter bei uns sehen. Ich sehe auch nichts, was dagegenspricht“, sagte Union-Manager Oliver Ruhnert nun jüngst dem kicker. Knoche fühlt sich auch wohl bei den Eisernen. Das ist es also nicht, was den Ex-Wolfsburger zögern lässt.

Knoche will bei Union eine Perspektive

Ein erstes Union-Angebot hat er dennoch abgelehnt. Es ist wohl eher eine Frage der Perspektive. Des Teams, nicht nur seine persönliche. Schließlich ist zu befürchten, dass Union im Sommer weitere Leistungsträger weggekauft werden. Immer wieder fallen die Namen Taiwo Awoniyi und Sheraldo Becker als potenzielle Abgänge. Da droht ein kompletter Neuaufbau.

Doch natürlich steht auch die Frage des Geldes im Raum. So viel wie Wolfsburg hat Union Knoche im Sommer 2020 nicht zahlen können. Aber natürlich möchte der Abwehrchef jetzt als Leistungsträger seine Arbeit gewürdigt sehen. Ein paar Scheine mehr dürfen es also schon sein.

Knoche ist mit seinen 29 Lenzen im besten Fußballeralter. Nie verletzt. Zudem verrichtet er seine Arbeit grundsolide. Bislang hat Oliver Ruhnert solcherlei Personalpuzzleteile immer gemeistert. Diesmal könnte es ein KNOCHEnjob für den Manager der Eisernen werden.

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