Familie Schlotterbeck – Susanne, Keven und Marc – mit einem Gruß an Nico. Der trug im Vorjahr noch das Freiburger Trikot. Das trägt jetzt wieder Keven, während seine Keule das Union-Leibchen aufs Feld führt. Foto: Imago/Matthias Koch

Na wenn das Spiel so heiß wird, wie das Vorgeplänkel, dann wird Unions Auftritt im Breisgau zu einem mehr als packenden Fight. Im Vorfeld gibt es zumindest schon heftige verbale Scharmützel zwischen den Gebrüdern Schlotterbeck. Keven (23) auf Freiburger Seite, Nico (21) auf eiserner. 

Unions Leihgabe aus Freiburg hatte ja im Vorfeld angekündigt, dass er sich nicht davor scheuen würde, seine Atze umzuhauen, wenn es im Spiel drauf ankommen sollte. Der coole Konter des knapp zweieinhalb Jahre älteren Keven ließ nicht lange auf sich warten. 

Wenn der Zug rollt, sollte man runter vom Gleis.

Keven Schlotterbecks Gruß an Nico

„Dabei würde er sich mehr wehtun“, meinte Keven Schlotterbeck mit einem Lachen. Und gab seiner Keule einen guten Rat mit auf den Weg: „Wenn der Zug rollt, sollte man runter vom Gleis.“

Da kann man nur hoffen, das Papa und Mama Schlotterbeck nicht um die körperliche Unversehrtheit ihrer Sprösslinge fürchten müssen. Susanne und Marc werden das Spiel im heimischen Waiblingen am TV verfolgen müssen. Stadionbesuche sind ja nicht drin.

Nico Schlotterbeck wieder eine Alternative

Im Hinspiel blieb der Geschwisterkampf aus. Nico hatte mit Oberschenkel-Problemen zu kämpfen, stand nicht mal im Kader. Keven saß über die ganzen 90 Minuten beim 1:1 draußen. Diesmal könnte es anders werden. Zumal sie sich in einigen Zweikampf direkt über den Weg laufen werden. „Im Pokal waren wir ja bei Standrads gegeneinander eingeteilt“, meinte Nico. Seinerzeit in der Zweitrunde siegte Union Ende Oktober 2019 im Breisgau mit 3:1. Ein Ergebnis, das Nico – nun ja in eisernen Diensten – diesmal gerne so nehmen würde. 

Ob es am Sonnabend überhaupt zum Aufeinandertreffen auf dem Platz kommt, ist unklar. Nico Schlotterbeck ist nach seiner Gelb-Rot-Sperre bei den Eisernen laut Trainer Urs Fischer wieder „eine Alternative“ für die Abwehrkette, bei seinem Bruder ist ein Einsatz nach muskulären Problemen offen. Auf 48 Prozent bezifferte Streich die Chancen von Keven Schlotterbeck.