Gesundheitsminister Spahn sieht Unions Pläne, Zuschauer durch Corona-Tests wieder ins Stadion zu lassen, kritisch.  Foto:  dpa

Deutlicher wurde Bundesgesundheitsminister Jens Spahn noch nie in der Frage, ob und wie Fans wieder in Bundesligastadien trotz Corona gehen können. Es ist eine Ermahnung an den 1. FC Union, sich nicht weiter mit Träumereien aufzuhalten.

Spahn erteilt den von Union-Präsident Dirk Zingler vorgeschlagenen Corona-Massentest der Fans, um das Stadion an der Alten Försterei voll zu bekommen, eine Absage: „Zigtausende Tests fließen nicht in ein Hygiene-Konzept ein. Im Moment ist nicht die Zeit dafür.“

Die Kapazitäten würden vor allem gebraucht, um Personal im Gesundheitswesen, Menschen bei größeren Corona-Ausbrüchen oder Reiserückkehrer zu testen, machte der Gesundheitsminister klar.

Spahn lobte dagegen das DFL-Konzept: „Es ist ein sehr gutes. Aber es kommt auf die gelebte Realität an.“ Heißt: Klubs haben ein kleines grünes Lichtchen von der Politik. Aber bei Verstoßen von Fans gegen Hygieneregeln kann alles schnell rückgängig gemacht werden.