Hat wieder Freude am Fußball und ist bereits heiß auf das Derby gegen Hertha BSC: Unions Verteidiger Bastian Oczipka (r.). Foto: AP

Aus einem Loch direkt zur Party! Keine Frage, Bastian Oczipka erlebt beim 1. FC Union den gerade bei Sportlern so oft zitierten zweiten Frühling seiner Karriere. Als vereinsloser Spieler gekommen und in der Hinrunde so gut wie außen vor, ist der 33 Jahre alte Abwehrmann mittlerweile unter Trainer Urs Fischer eine Größe. Oczipka hat in Köpenick wieder Spaß am Kicken und richtig Bock aufs Derby gegen Hertha BSC!

„Ich freue mich auf jeden Fall darauf, da kommen noch ein paar coole Spiele, ein paar Highlights“, sagt Oczipka mit Blick auf das Stadtderby gegen Hertha (Sonnabend, 9. April, 19. 39 Uhr, Sky) und das Pokal-Halbfinale bei RB Leipzig (20. April, 20.45 Uhr, ARD). Die kommenden Wochen werden eine „geile Phase“ erklärt der Rheinländer und fordert: „Da müssen wir da sein.“

Nach dem abgesagten Test gegen FK Pardubice steigt zuvor aber noch das Heimspiel gegen den 1. FC Köln (Freitag, 20.30 Uhr, DAZN) – sehr wahrscheinlich erstmals wieder vor ausverkauftem Haus. Das Duell gegen den Effzeh und Trainer Steffen Baumgart wird für Oczipka so oder so eine besondere Partie: Der Verteidiger steht vor seinem 300. Bundesliga-Einsatz. Oczipka: „Vor zehn, 15 Jahren hätte ich nicht geglaubt, dass ich solch eine Zahl erreichen könnte. Sich so lange in solch einem Haifischbecken zu halten, ist schon schwierig.“

Union half Oczipka aus dem Leistungsloch

Eine Marke, die er nach Stationen bei Eintracht Frankfurt, Schalke 04, dem FC St. Pauli und Bayer Leverkusen nun mit den Eisernen erreicht. Was bis vor Kurzem unmöglich erschien. Nach dem Abstieg mit Schalke sei er in ein Loch gefallen. Oczipka: „Das war damals auch mental eine schwierige Phase. Ich kann so was nicht so leicht abschütteln. Wenn man richtig bei der Sache ist, tut das weh, was da alles abgelaufen ist.“

Zeit heilt bekanntlich alle Wunden, geholfen hat ihm aber vor allem der 1. FC Union. Manager Oliver Ruhnert lotste den vertragslosen Verteidiger im August 2021 nach Köpenick. Oczipka ist happy: „Man hat hier wieder neue Impulse gehabt, der Fußball macht mit der Truppe wieder Spaß. Es herrscht ein gutes Klima – auch zu den Fans, selbst wenn Spiele verloren gehen. Das muss man zu schätzen wissen.“

Bastian Oczipka könnte Unioner bleiben

Oczipka tut das. So sehr, dass er sich durchaus auch eine Verlängerung seines im Sommer auslaufenden Vertrages an der Wuhle vorstellen kann. „Es gab schon Gespräche mit Oli, aber es gibt noch keine Wasserstandsmeldung“, berichtet er von Verhandlungen mit Ruhnert.

Bis es etwas zu verkünden gibt, freut sich der Linksfuß auf sein Jubiläum und die Highlights gegen Hertha und RB. Oczipka: „Es geht in die letzte Phase der Saison, in der man alle Körner, die ganze Kraft braucht, um zu bestehen.“

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