Robin Knoche erhöht in Imst per Kopf für Union zum 2:0 gegen Nizza. City-Press/Moritz Eden

Ist das schon die große Kapitäns-Revolution bei den Eisernen? Robin Knoche jubelte nach dem Abpfiff über seinen Treffer. Kaum sei man Kapitän, schon flutscht es vor dem Tor. „34 Spiele die Binde, 34 Tore“, machte Unions Abwehrchef nach dem 2:0 gegen OGC Nizza im Flachs eine einfache Rechnung auf.

Ist das die nahende Götterdämmerung für den eisernen Capitano? Da wird offenbar schon mit harten Bandagen um ein kleines Stückchen Stoff gekämpft. Denn ein klein bisschen Flunkerei war da schon dabei. Natürlich trug Knoche beim Abpfiff die Spielführerbinde. Doch als er zu Beginn der zweiten Halbzeit nach einem wundervollen Freistoß von Marcus Ingvartsen zum 2:0 gegen Nizza einköpfte (53.), war der eigentliche Herr der Binde noch auf dem Feld. Christopher Trimmel wurde erst nach 65 Minuten zur Schonung ausgewechselt.

Witzigerweise waren die Standards am Morgen vor dem Spiel noch ein Element des Vormittagstrainings gewesen. So schnell hatte Co-Trainer Sebastian Bönig, der für diesen Teil bei den Übungseinheiten verantwortlich ist, wohl selten Erfolg gehabt.

Knoche strahlte nach dem Abpfiff. Gegen einen solchen hochkarätigen Gegner muss man in der schweren Vorbereitungszeit erst einmal bestehen. „Die Auswärtstorregel gibt es ja nicht mehr. Aber das wird dennoch schwer für Nizza im Rückspiel. Die müssen ja erst mal drei Buden machen. Da haben wir einen guten Vorsprung“, scherzte Knoche nach dem Abpfiff, um dann ernsthaft nachzuschieben: „Wir haben ja nicht nur den Europapokal. Die Bundesliga ist unser Hauptgeschäft.“

Auch gegen Dresden traf Knoche

Auch beim 3:0 gegen Dresden, als Knoche ebenfalls per Kopf nach der Pause ins Schwarze traf, bestätigt sich seine These nicht. Da fehlte Trimmel noch, aber Marvin Friedrich war ja als sein Stellvertreter zugegen.

So einfach wird das wohl nicht mit der Vereinnahmung des Kapitänsamtes, Herr Knoche! Der stellte auch gleich klar, dass das nicht ganz ernst gemeint war. „Der Trimmel füllt den Posten schon ganz gut aus“, meinte der 29-Jährige.

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