Die Eisernen feierten vor genau einem Jahr ihren Aufstieg in die Bundesliga. imago-images/Sven Simon

Und wieder ist der 27. Mai. Ein in der Union-Historie nicht unbedeutendes Datum. 1989 bestritten die Eisernen ihr letztes Heimspiel in der DDR-Oberliga gegen den 1. FC Magdeburg (2:4). 2004  wurde mit „Bluten für Union“, der Spendenaktion der Fans, die Grundlage dafür gelegt, dass der Verein heute noch existiert. Vor exakt zwölf Monaten langte ein 0:0 gegen den VfB Stuttgart dafür, dass die Köpenicker in die Bundesliga aufstiegen.

Genau ein Jahr ist das her. Genau darum geht es am Mittwoch gegen den FSV Mainz (20.30 Uhr). Union, leg mit einem Dreier den Grundstein für ein weiteres Jahr Bundesliga. Damit wäre der Ligaverbleib noch nicht festgezimmert. Auch 33 Zähler wären noch immer keine Garantie dafür. Aber es wäre enorm hilfreich.

Das Team würde nach zuletzt vier Niederlagen Folge – zwei vor und zwei nach der Zwangspause – wieder Selbstvertrauen tanken, die verbleibenden sechs Aufgaben ein wenig von ihrem möglichen Schrecken verlieren. Ein Dreier muss her für ein weiteres Jahr der Erstklassigkeit. Damit das treue Publikum in der Alten Försterei in der Nach-Corona-Zeit weiter prickelnde Erstligaluft  schnuppern kann und nicht nur dumpfe Zweitligaduft.

Dabei ist es völlig unerheblich, ob die Nullfünfer mit Schaum vor dem Mund nach ihrem 0:5 gegen RB Leipzig anreisen. Es ist völlig egal, was im Derby passierte. Es darf nicht Bange machen, dass nach der Wiederaufnahme des Spielbetriebs die Quote von Heimsiegen von 41 Prozent auf nur noch 17 Prozent gefallen ist. Nehmt wieder euer Herz in beide Hände und beweist Heldenmut wie vor einem Jahr. Kämpft für die Fortsetzung der Märchens in der Bundesliga.