So, ihr Eisernen. Jetzt könnte ihr euch auf das letzte Saisondrittel freuen wie auf einen Torjubel. Foto: dpa/Tobias Schwarz

Wer den ganz großen Coup schaffen will, muss für Überraschungen sorgen. Gut, manch einer wird jetzt argumentieren, dass die Eisernen den großen Coup längst geschafft haben, auch wenn Trainer Urs Fischer das partout noch nicht zugeben mag.  Aber der Klassenerhalt ist angesichts eines Vorsprungs von 16 Zählern auf Rang 16 so sicher wie das Amen in der Kirche. Das alleine ist nach 23 Spieltagen schon eine mittelschwere Sensation.

Doch eine noch größere ist ja im Bereich des Möglichen. Nur dafür hätte es eines Dreiers gegen eine vor allem in der Abwehr nicht sehr sattelfest wirkende TSG Hoffenheim bedurft. So festigte man zwar Platz sieben vor Borussia Mönchengladbach. Aber Druck auf Leverkusen oder Dortmund haben die Eisernen damit nicht aufgebaut, so die Argumentation der auf die internationalen Plätze Schielenden.

Fischer hat nun die Qual der Wahl im Tor

Was noch nicht ist, kann ja noch werden. Das Comeback von Max Kruse war ja nicht der einzige Hoffnungsschimmer, auch wenn nicht zu übersehen war, dass dem 32-Jährigen noch etwas fehlt zur Bestform. Was angesichts der langen Verletzungspause aber mehr als verständlich ist. Auch Loris Karius konnte nach zwei nahezu beschäftigungslosen Kicks im dritten Versuch zeigen, zu was er fähig ist. Bringt Fischer nun in Entscheidungsnöte, was die Torhüterfrage angeht.  

Aber all das lässt die berechtigte Hoffnung zu, dass die Köpenicker Kicker das letzte Saisondrittel nun mit reiner Spaß an der Freud’ angehen können. Jetzt kommen die Bonusspiele. Unbelastet kickt es sich halt immer am einfachsten. Und was daraus entstehen kann, werden wir sehen. Auch wenn es am Ende nicht Europa werden sollte.