Der 1. FC Union wird in der kommenden Spielzeit viel mehr Geld aus der TV-Vermarktung kassieren, womöglich sogar mehr als Hertha BSC. Imago

Champions League oder Europa League – die internationalen Träume des 1. FC Union haben einen ganz besonderen Nebeneffekt. Die Eisernen könnten in der TV-Geld-Tabelle an Hertha BSC vorbeiziehen. Ab Sonnabend geht es im Saisonendspurt mit Start in Augsburg (15.30 Uhr) um viele Millionen Euros.

Union wird Hertha wohl überholen

Union kann einen Riesensatz in der Fernsehgeld-Tabelle machen. In den ersten beiden Spielzeiten als Bundesliga-Frischling belegten die Köpenicker da jeweils nur den vorletzten Platz. Im dritten Jahr der Erstklassigkeit konnte man sich auf Rang 14 vorarbeiten, ließ die Aufsteiger Fürth und Bochum sowie Bielefeld und hauchdünn auch Köln hinter sich. Das brachte den Eisernen 39,4 Millionen Euro an TV-Geldern ein.

Doch jetzt können die Köpenicker einen Riesensprung machen und sogar Hertha BSC einholen! Stand heute wären die Eisernen in der Fernsehkohle-Tabelle Zehnter und hätten den Stadtrivalen überflügelt. Damit der Klub aus dem Westend der Stadt diesen Angriff noch abwehren kann, müsste er sieben Plätze im Tabellenranking aufholen. Egal, ob Hertha klettert oder Union noch aus den Champions-League-Plätzen rausfällt.

Union winken bis zu 12 Millionen Euro mehr

In Zahlen ausgedrückt winkt Union ein Zuwachs von über 25 Prozent. Bis zu zwölf Millionen Euro mehr liegen für die Köpenicker im Jackpot. Die Eisernen können nicht nur in der nationalen Fünf-Jahres-Wertung auf bis zu zehn Millionen Euro mehr hoffen, sondern kassieren durch ihre Teilnahme an der Conference League erstmals auch aus der internationalen Verwertung mit.

Das Beste: In den kommenden fünf Jahren ist das jährlich über eine Million Euro wert. Dazu kommen rund 500.000 Euro per anno bis 2032 aus der internationalen Zehn-Jahres-Wertung. Im Optimalfall könnte Union also von 51 Millionen Euro aus diesen Töpfen ausgehen.

Sollten gar Gladbach oder Wolfsburg in Liga zwei absteigen, würde Union noch mehr in der Fernsehgeld-Tabelle klettern. Nirgends gilt der alte Werbeslogan der Liberalen so sehr wie jetzt in Köpenick: Leistung muss sich wieder lohnen.

Lesen Sie hier mehr über die Eisernen >>