Andy Gogia feierte gegen Bielefeld sein Comeback. Foto: dpa

Es war ein besonderer Moment, den Unions Andy Gogia am Sonnabend beim 5:0 gegen Arminia Bielefeld erlebte. Erstmals seit mehr als 13 Monaten durfte der 28-Jährige für die Eisernen wieder in der Bundesliga ran, wurde für den verletzten Keita Endo eingewechselt. Ein toller Moment, über den sich der in Georgien geborene Flügelflitzer sichtlich freute.

Dass dann da am Ende noch zwei Vorlagen - Andys erste Scorerpunkte überhaupt in der Bundesliga - hinzukamen, rundete den gelungenen Nachmittag nur noch mehr ab, nachdem er lange genug gelitten hatte. Im September 2019 kam Gogia beim Spiel gegen Eintracht Frankfurt auf dem Kunstrasenabschnitt neben dem Spielfeld falsch auf und riss sich das Kreuzband.

Monatelang ackerte er in der Reha, um zurückzukommen, kämpfte weiter, als die Umstände aufgrund der Corona-Pandemie schwieriger wurden. Alles für das große Ziel, in die Bundesliga zurückzukehren und wieder für die Eisernen aufzulaufen. Gegen Bielefeld war's endlich soweit.

Und da dribbelte Gogia wie in alten Zeiten, narrte seine Gegenspieler und versuchte als quirliger Linksaußen vor allem Räume zu reißen, in die Max Kruse und Robert Andrich aus der Zentrale heraus hineinstoßen konnten. Unions Trainer Urs Fischer gefiel das, immer wieder lobte er seinen Rückkehrer.

Der darf sich nun auch wieder mehr Hoffnungen auf einen neuen Vertrag machen. Bis zum Sommer läuft das Arbeitspapier des Aufstiegshelden, eine Verlängerung steht noch aus. Und weil den Eisernen mit Marcus Ingvartsen, Marius Bülter und Keita Endo gleich drei Linksaußen verletzt, erkrankt oder angeschlagen fehlen, könnten nach der Länderspielpause weitere Einsätze hinzukommen.

Die Fans der Eisernen würde es jedenfalls freuen, ihren Andy weiter im rot-weißen Trikot bejubeln zu können. Kaum ein Kicker ist in Köpenick so beliebt wie der 28-Jährige - bei den Mitspielern, wie auch bei den Anhängern. Oft ist er es, der den Neuzugängen bei der Eingewöhnung hilft, sie im Training unter seine Fittiche nimmt.

Es wäre wunderbar, wenn Andy jetzt auch wieder häufiger zeigen kann, was sportlich in ihm steckt.