Sebastian Griesbeck lauert auf die Chance beim 1. FC Union. Sonntag beim Spiel könnte es klappen. Foto: Koch

Vor dem Auswärtsspiel am Sonntag (18 Uhr) beim 1. FC Köln hat der 1. FC Union weiter mit Personalproblemen zu kämpfen. Das wird zur Chance für Sebastian Griesbeck.

Durch die erneute Verletzung von Christian Gentner (Wade) und Grischa Prömels Ausfall (muskuläre Probleme) dürfte der 30-Jährige neben Robert Andrich auf der Position vor der Abwehr zu seinem zweiten Startelf-Einsatz für die Eisernen kommen.

Von Aufregung deswegen keine Spur. Griesbeck: „Ich trainiere wie immer. Es wäre nicht mein erstes Spiel von Anfang an.“ Und wie das zusammen mit Andrich geht, haben die beiden zu gemeinsamen Zeiten bei Zweitligist Heidenheim reichlich geübt. Andrich wechselte im Sommer 2019 nach Köpenick, Griesbeck folgte ein Jahr später.

Sechs Spiele mit Union ungeschlagen, auch persönlich läuft es für den Lebensgefährten von Wolfsburg-Nationalspielerin Kathrin Hendrich prima. Der Übergang vom Zweit- zum Erstligaprofi lief nahtlos: „Ich habe mir nicht so viel Druck gemacht. Ich fühle mich sehr wohl in der Mannschaft.“

In Köln (seit 16 Begegnungen ohne Sieg) will Griesbeck gern etwas mitnehmen. Unterschätzen wird Union die angeschlagenen Geißböcke aber nicht. Griesbeck: „Natürlich stehen die unten, aber die Saison geht noch nicht so lange. Köln hat eine gute Mannschaft. Die wollen in die Erfolgsspur zurück. Da müssen wir dagegenhalten.“

Besonderen Grund zur Freude hat Union-Kollege Sheraldo Becker (25). Der Holländer wird wohl bald Nationalspieler. Für Suriname. Becker verriet: „Ich bekam einen Anruf von Surinames Trainer Dean Gorré, der mir mitteilte, dass sie mich haben wollen. Sie werden 2021 den Gold Cup spielen und danach die Quali für die WM 2022. Das klingt gut.“