Ein in der Transferzeit sehr vertrautes Bild: Unions Manager Oliver Ruhnert ist mal wieder am Telefonieren.
Ein in der Transferzeit sehr vertrautes Bild: Unions Manager Oliver Ruhnert ist mal wieder am Telefonieren. Imago/Matthias Koch

Wer nennt die Völker, zählt die Namen, die alle hier zusammenkamen ... Der 1. FC Union ist zwei Tage nach dem offiziellen Transferbeginn schon so gut wie fertig mit seiner Einkaufstour. Manager Oliver Ruhnert war fleißig unterwegs. Mit Jordan Siebatcheu präsentierte er bereits den achten Neuzugang. Und an einem starken Linksverteidiger wie Philipp Max (PSV Eindhoven) wird noch gebaggert. 34 Spieler umfasst der Kader derzeit.

Spötter behaupten ja, das Geheimnis von Oliver Ruhnert in jeder Transferperiode sei, dass er sich mithilfe eines Pangramms auf die Suche macht.

Ein Pangramm ist im normalen Leben ein Satz, der alle 26 Buchstaben des Alphabets beinhaltet. Und was die Neuzugänge angeht, kommt Ruhnert diesem Ideal recht nahe. 21 von 26 sind keine schlechte Quote. Lediglich die Buchstaben F, Q, X, Y und Z sind in den Vor- und Zunamen der Neulinge nicht enthalten. Vielleicht wollte der Manager deswegen neulich beim Testspiel gegen den FC Viktoria am liebsten Aktenzeichen XY schauen gehen, statt weiter im Jahnsportpark zu verweilen. Um auf Umwegen zwei weitere Lettern auf seiner Liste abzuhaken ...

Unions Manager Oliver Ruhnert muss den Kader verschlanken

Scherz beiseite: 34 Kicker auf der Gehaltsliste sind zu viel. Egal ob man sich einer Dreifachbelastung gegenübersieht oder nicht. Oliver Ruhnert ist in den kommenden Wochen bis zum Ende der Transferperiode nicht mehr als Importweltmeister gefragt, sondern muss nun auch den Export beschleunigt ankurbeln. Für den innerbetrieblichen Frieden. Und um die Gehaltsrolle zu entlasten.

Es ist dabei ein offenes Geheimnis, dass die Aussicht auf Einsatzzeiten bei Pawel Wszolek und seinem Landsmann Tymoteusz Puchacz eher gering sein dürfte. Auch Levin Öztunali, Kevin Möhwald und Keita Endo werden kaum als Stammspieler reüssieren. Rick van Drongelens primäre Rolle dürfte die des Platzhalters sein, bis Timo Baumgartl aus seiner Rekonvaleszenz nach einer Hodenkrebserkrankung zurückkommt.

Bliebe das Youngster-Trio um Fabio Schneider, Tim Maciejewski und Laurenz Dehl. Da spielt allerdings neben der Frage der sinnvollen Weiterbeschäftigung auch die Local-Player-Regelung eine Rolle.

Der 1. FC Union weist ein Transferplus von acht Millionen Euro aus

Transferüberschüsse gilt es dabei nicht unbedingt zu erzielen. Derzeit haben die Köpenicker durch den 20-Millionen-Verkauf von Taiwo Awoniyi nach Nottingham ein Plus von acht Millionen Euro auf dem Konto. Für Jamie Leweling gingen vier Millionen nach Fürth, Bern kassiert sechs Millionen für Siebatcheu und zwei bekam ja der FC Liverpool aufgrund einer Weiterverkaufsklausel.

Übrigens, wenn Ruhnert sein Pangramm vervollständigen will, sollte er sich um die Herren Zhenyun Xi aus China, einen 23-jährigen Stürmer des wohlklingenden Zweitligisten Guangxi Pingguo Haliao Reserves, bemühen und seine Angel nach Gladbachs Famana Quizera auswerfen. Dann hätte er alle 26 Buchstaben abgedeckt. Oder er bemüht sich um die Verpflichtung einer Person aus Seoul, die auf Facebook unter dem Namen Fqxyz YM fungiert. Da ist allerdings leider nichts über deren fußballerische Qualitäten bekannt.

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