Union-Trainer Urs Fischer (r.) und Bremen-Kollege Florian Kohfeldt hegen großen Respekt füreinander. Und auch die Union-Fans und der Bremer Anhang haben einiges füreinander übrig.  Foto: dpa/Annegret Hilse

Rückblende. Der letzte Spieltag der vergangenen Saison. Ende Juni 2020. Bremen liegt in der Liga auf Rang 17. Zwei Zähler hinter Düsseldorf. Werder muss am 34. Spieltag gewinnen. Und gleichzeitig darf die Fortuna bei den Eisernen nicht punkten. Denn auch die Tordifferenz sprach gegen die Grün-Weißen. 

Bremen putzte Köln mit 6:1. Aber viel wichtiger für die Truppe von Trainer Florian Kohfeldt: Union, obwohl gerettet, bezwang Düsseldorf mit 3:0. Pflichtaufgabe  erfüllt. Und nebenbei Werder geholfen. Das Bier floss in Strömen von der Weser an die Wuhle. Da ließ sich der Anhang des SVW nicht lumpen. 

Ausblick: Der letzte Spieltag dieser Saison. Diesmal Ende Mai, weil wir zum Glück keine Corona-Unterbrechung hatten. Wieder muss Werder gewinnen. Um nicht von Köln überholt zu werden. Um mindestens Rang 16 zu halten und im besten Fall sich sogar noch zu retten und Bielefeld in die Relegation zu verweisen. 

Der Gegner? Borussia Mönchengladbach. Und jetzt haben die Hanseaten die Chance, sich für den Freundschaftsdienst des Vorjahres zu revanchieren. Union kann zwar auch aus eigener Kraft den Weg in die Play-offs zur Conference League schaffen. Aber Leipzig ist nun man 'ne Hausnummer und der einzige Klub der Liga, gegen den die Eisernen im Fußball-Oberhaus noch nicht punkten konnten in den vergangenen zwei Jahren. 

Werder kann Union helfen

Ein Sieg von Werder und Union ist durch. Egal, wie der Kick gegen den Verein aus der Nähe von Markranstädt ausgeht. Gut, Stuttgart oder Freiburg dürfen auch nicht gewinnen. Bei einem Remis gegen RB kann es im Vergleich mit den anderen ja auch auf die Tordifferenz ankommen. Von daher heißt es: Daumen drücken für die Grün-Weißen. Unabhängig davon, dass die Köpenicker selber versuchen werden, ihre Hausaufgaben zu lösen.

Und: Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Union-Fans hinter dem Anhang der Bremer zurückstehen werden. Da sollte dann das eine oder andere Kistchen Gerstenkaltschale seinen Weg an die Weser finden. Prost!