Die Anhänger von Rotterdam sind keine Kinder von Traurigkeit. Hier zelebrieren sie den Beginn des Spiels zwischen Feyenoord und dem 1. FC Union. imago/Matthias Koch

Da rollt was auf Berlin zu! Keine 14 Tage mehr bis zum Conference-League-Rückspiel zwischen dem 1. FC Union und Feyenoord Rotterdam. Und nach den Vorkommnissen beim 1:3 im Hinspiel ist das verdammt wenig Zeit, um die aufgebrachten Gemüter zu beruhigen.

Doch das ist höchste Eisenbahn. Das in Rotterdam erscheinende Algemeen Dagblad weiß von 8000 Feyenoord-Anhängern zu berichten, die sich auf den Weg in die deutsche Hauptstadt machen wollen. Dabei beträgt das Gästekontingent für das Spiel im Olympiastadion nur 2800 Tickets.

Chaos scheint programmiert

Da scheint Chaos programmiert. Zumal die Eisernen im Vorfeld angekündigt hatten, dass es keine gemischten Blöcke geben soll. „Damit die reisefreudigen Niederländer nicht zusätzliche Plätze in den Heimbereichen belegen, wird es keinen freien Verkauf der Karten für die Partie geben“, hatte es in einer Vereinsmitteilung der Köpenicker geheißen. Kein Unter-der-Hand-Verkauf heißt das!

5000 bis 6000 fanatische Anhänger der Holländer im Umfeld des Stadions? Die Anhänger aus der Hafenstadt gelten als wenig zimperlich, was die widerlichen Szenen beim Hinspiel untermauerten. Dass bei einigen Hitzköpfen in Köpenick Rachegelüste keimen, ist ja auch nicht ganz auszuschließen. 

Deswegen müssen sich jetzt alle an einen Tisch setzen. Gegenseitige Schuldzuweisungen helfen nicht weiter, wenn wir nicht noch mal Chaos erleben wollen. Es braucht einem Masterplan, um erneute Gewalt zu verhindern. Uefa, Feyenoord, Union und leider auch die Ordnungskräfte dieser Stadt sind gefordert, damit es im Rückspiel nur zu einer Auseinandersetzung sportlicher Natur kommt.

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