Ist das Unions erster Neuzugang? Spreewasser ist Fürths Paul Jaeckel (r.) – hier im Duell mit Heidenheims Denis Thomalla – nicht unbekannt aus seiner Zeit in Cottbus. Foto: Imago/Wolfgang Zink

Das ging aber fix. Nachdem Unions Manager Oliver Ruhnert am Ostermontag erklärt hatte, dass die Eisernen bereits erste Verpflichtungen für den Sommer getätigt hätten, tauchten prompt die ersten Namen in der Gerüchteküche auf.

Kürzlich wurde den Köpenickern Paderborns Kapitän Sebastian Schonlau (26) angeboten, der mit den Ostwestfalen immerhin auch ein Jahr in Deutschlands Fußball-Oberhaus gespielt hat. 23 Kicks absolvierte der 1,85 m große Abwehrspieler. Und er wäre ablösefrei zu haben.

Doch das Interesse der Eisernen richtet sich offenbar mehr auf andere, jüngere Innenverteidiger. So wird jetzt ganz heiß Fürths Innenverteidiger Paul Jaeckel gehandelt.

Jaeckel durchlief Energie-Schule

Der gebürtige Eisenhüttenstädter stammt aus der Jugend von Energie Cottbus. Sein Berater Karl Herzog hatte mit Union schon im Fall von Paderborns Sven Michel zu tun. Über die U19 und die U23 von Wolfsburg kam der 1,89 m große Jaeckel 2018 zu den Kleeblättern. Dort absolvierte der einstige U-Nationalspieler in drei Jahren 60 Zweitligaspiele.

Eigentlich ist er Stammkraft bei den Franken (60 Zweitligaspiele in den letzten drei Jahren), aber eine Oberschenkelverletzung hinderte den Brandenburger zuletzt an weiteren Auftritten. Sein Vertrag bei der SpVgg läuft diesen Sommer aus. Er ist also ablösefrei. Und Union muss ja nach wie vor haushalten mit seinen Mitteln, kann auf dem Transfermarkt nicht mit Geld um sich schmeißen.

Und da die Kleeblätter in der Zweiten Liga noch im Aufstiegskampf mitmischen, wollten die Eisernen dort auch keine Unruhe reinbringen, indem sie den Wechsel öffentlich groß rausposaunten. Passen würde also alles.

Update: Bild und Kicker hatten zuerst einstimmig berichtet, Fürths Manager Rachid Azzouzi bestätigte indirekt den Wechsel gegenüber dem Nürnberger Internetportal Nordbayern: „Wir sind schon ein bisschen länger informiert, dass das passieren wird. Union Berlin ist ein super attraktiver Verein, dazu die Familie in der Nähe.“ Keine Chance also für die Franken, Jaeckel zu halten.