Und hoch das Bein: Marcus Ingvartsen (l.) – hier im beinharten Duell mit Lukas Fröde vom Karlsruher SC – könnte am Sonnabend gegen Augsburg in die Rolle des abgewanderten Sebastian Andersson schlüpfen.  Foto: Matthias Koch

Never change a winning team? Könnte nach dem Pokal-Auftakterfolg für den Ligastart Urs Fischers Devise heißen. Auch wenn er zugibt: „Es gibt noch Luft nach oben, daran gilt es zu arbeiten, aber im Pokal hatte auch die eine oder andere Mannschaft Probleme.“

Einen indrekten Hinweis, dass es der Schweizer Fußballlehrer doch nicht bei der Pokalformation belassen muss, gab er dann doch. „Cedric hat begonnen, aber man hat gesehen, dass das nicht seine Position ist“, meinte der 54-Jährige, der in Teuchert derzeit nur über einen fitten Stürmer verfügt.

Grafik: BK

So deutet einiges darauf hin, dass der Schweizer basteln wird, um Augsburg (Sonnabend, 15.30 Uhr/Alte Försterei) zu überraschen. Die denkbarste Variante zeichnete sich schon beim KSC nach der Auswechslung von Teuchert ab. Marcus Ingvartsen rückt in die Spitze, Marius Bülter wieder auf seinen linken Flügel und rechts sollte dann Sheraldo Becker wirbeln. 

Stellt sich zudem die Frage, was Fischer von hinten heraus plant. Unter der Woche ließ er - anders als im Pokalspiel in Karlsruhe mit Viererkette üben. Die Innenverteidigung würden dann wohl Robin Knoche und Nico Schlotterbeck bilden, flankiert von Nico Gießelmann und Christopher Trimmel. Hätte den Vorteil, dass er einen Platz im Mittelfeld frei hätte für Robert Andrich. Dadurch könnte Christian Gentner auf die 10er-Position rücken, um die Offensive zu beleben. 

Der wäre dann die natürliche Auswechselposition - Fischer gönnt ihm am Ende ja gern mal ein paar Minuten früher Pause - für Max Kruse, bei dem die Luft für 90 Minuten noch nicht reichen wird.