Grischa Prömel feiert Unions Führungstreffer gegen Freiburg. Schon sein siebtes Tor für die Eisernen in dieser Spielzeit. imago/Jan Huebner

Es hat ein bisschen was von Peter Maffays Song „So bist du“. Darin heißt es: „Und wenn ich geh’, dann geht nur ein Teil von mir.“ Grischa Prömel könnte sich diese Zeilen zu eigen machen. Am Sonnabend gibt Unions Mittelfeldspieler gegen Bochum seine Abschiedsvorstellung für die Köpenicker. Er geht nach fünf Jahren, 140 Pflichtspielen und 19 Toren. Er geht nach Hoffenheim und doch bleibt ein Teil von ihm in Köpenick zurück.

Natürlich beschleicht ihn Wehmut. „Diese fünf Jahre machen schon was mit einem. So wie die Fans einen pushen. Wie sie nach dem 1:1 gegen Fürth nicht aus dem Stadion rausgehen wollten und immer deinen Namen gerufen haben. Das hätte ich nie für möglich gehalten“, so Prömel.

Fünf Jahre 1. FC Union hinterlassen Spuren bei Grischa Prömel

„Ich kam als junger Mensch. Als unerfahrener Zweitligaprofi, jetzt gehe ich als gestandener Spieler, als Vizekapitän eines Bundesligisten, der sich zum zweiten Mal in Folge für einen internationalen Wettbewerb qualifiziert hat. Das hinterlässt Spuren“, meinte der 27-Jährige, der in dieser Saison seine bisher beste Spielzeit bei den Köpenickern abliefert.

Sieben Treffer sind ihm bisher gelungen. So viel wie noch nie im Fußball-Oberhaus. Nur im Aufstiegsjahr konnte er genau so oft über ein persönliches Erfolgserlebnis jubeln. Geht es für ihn nun gegen Bochum um eine persönliche Rekordbilanz? Zumal seine Familie und viele Freunde im Stadion sein werden. Auf den Stehplätzen. Denn sie lieben diese Art Fußballkultur, wie Prömel verriet.

Grischa Prömel trägt weiter das Uniontrikot – immer Donnerstags vorm TV

Das ein Tor die perfekte Abschiedsvorstellung wäre, verneint der gebürtige Stuttgarter. „Kleine Ziele brauche ich nicht, eher große. Wenn man dann noch dazu beiträgt, wäre das Weltklasse“, zeigt Prömel ungebrochenen Ehrgeiz. Es soll die Europa League werden, nicht nur die Conference League.

Dass er mit Hoffenheim künftig zuschauen muss, wenn Union international kickt, tut zwar ein bisschen weh. Aber er gönnt es Union. „Ich werde jeden Donnerstag im Trikot vor dem Fernseher sitzen und die Daumen drücken“, so Prömel. Denn niemals geht man so ganz. Oder einmal eisern, immer eisern.

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