Christopher Trimmel (r.) ist ein wichtiger Fixpunkt des eisernen Spiels. imago-images

Ändere nie eine siegreiche Mannschaft. Eine alte Fußball-Weisheit, die Unions Trainer Urs Fischer an diesem Wochenende mit Sicherheit missachten wird. Denn am Sonntag (13.30 Uhr) gegen den VfL Wolfsburg hat Christopher Trimmel seine Gelbsperre abgebrummt. Der Kapitän ist zurück an Bord!

Sicher, sein Stellvertreter Julian Ryerson macht sein Ding gut. „Ich glaube, er brauchte einen Moment. Doch dann wurde er immer sicherer und traute sich noch mehr zu. Obwohl er früh eine Verwarnung gesehen hatte. Ich habe Kostic auch schon stärker gesehen als heute. Das hatte sicherlich auch viel mit Julian zu tun“, zollte Fischer dem Norweger schon unmittelbar in Frankfurt ein Kompliment.

Dabei hatte Trimmel darauf verzichtet Ryerson vor seinem Einsatz den einen oder anderen Tipp zu geben. „Er weiß, dass er sich mich verlassen kann“, so der 22-Jährige. Auf einen neuerlichen Einsatz wird Ryerson jedoch nicht pochen. Er weiß auch warum. Denn vermisst hat Fischer seinen Kapitän doch schon ein klein wenig.

Einer, der sich reinwurschtelt

Mit sechs Assists ist er der beste Vorbereiter bei den Eisernen, war statistisch gesehen an 20 Prozent aller Treffer der Köpenicker beteiligt. „Seine Standards, die spielt er schon wirklich gut. Von daher sind wir froh, dass diese Sperre beendet ist“, meinte der 54-Jährige.

Doch nicht allein deshalb ist er froh, dass Trimmel zurückkehrt. Der Burgenländer gehört ja auch immer mit zu den Akteuren, die im Spiel die Ärmel hochkrempeln, wenn es in manchen Phasen nicht läuft.

Vor allem ist er stets dazu in der Lage, sich in ein Spiel reinzuwurschteln, wenn ihm zunächst mal nicht alles gelingen mag. Manch gegnerischer Angreifer kann ein Lied davon singen. Schon oft wähnten sie den österreichischen Auswahlkicker überspielt und dann bekam Trimbo seine Haxen doch noch irgendwie dazwischen. Umso schöner, dass er wieder zurück an Bord ist.