Symbolbild: Gewaltbereite Anhänger von Dynamo Dresden attackierten  Union-Fans auf der Rückfahrt aus Chemnitz.
Symbolbild: Gewaltbereite Anhänger von Dynamo Dresden attackierten  Union-Fans auf der Rückfahrt aus Chemnitz. Imago/Robert Michael

Bitteres Ende eines eigentlich tollen Ausfluges nach Chemnitz für einige Union-Fans. Auf der Autobahnraststätte Thiendorf an der A13 wurden zahlreiche Anhänger der Köpenicker auf der Rückfahrt vom Pokalspiel bei dem Viertligisten  Chemnitzer FC nach Berlin Opfer einer gezielten Hooligan-Attacke von offenbar Dynamo Dresden zugehörigen Chaoten.

Die sächsische Polizei sprach von rund 30 Angreifern, veröffentlichte eine Presserklärung, in der sie um Mithilfe bei der Aufklärung bittet. „Die größtenteils vermummten Täter liefen auf den Parkplatz sowie in das Restaurant und schlugen scheinbar wahllos auf sich dort befindliche Menschen ein. Viele davon waren Fußballfans aus Berlin, die sich auf der Rückfahrt aus Chemnitz befanden. Einigen von ihnen wurden zudem Fan-Utensilien und Taschen geraubt. Auch auf Autos schlugen und traten die Unbekannten ein. Ein Teil der Täter trug Fanbekleidung von Dynamo Dresden. Bislang sind der Dresdner Polizei neun Geschädigte bekannt, von denen sechs leichte Verletzungen erlitten“, heißt es im Schreiben der sächsischen Ordnungshüter.

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Eine Festnahme, neun Verletzte und Diebstähle

Union-Fans berichteten in den sozialen Netzwerken von einer ungeheuren Brutalität der vermummten Angreifer. Es sei wahllos auf alles eingeprügelt worden, was als Union-Anhänger erkennbar gewesen war; darunter junge Mädchen und Frauen. Es wurden Fan-Utensilien geraubt, Taschen geklaut und Autos mutwillig mit Schlägen und Tritten beschädigt. Nur mit Glück seien einige Union-Anhänger dem wild wütenden Mob entkommen.

Die Angreifer hatten sich offensichtlich gezielt dort versammelt und darauf gelauert, dass nach dem DFB-Pokalmatch in Chemnitz Union-Anhänger in Thiendorf  Rast machen würden. Dresdens Polizei sprach von neun Geschädigten und sechs Verletzten. Das hatte auch nichts mit verabredeten Drittortauseinandersetzungen zu tun, so wie in der Vorbereitung der Eisernen, als sich Randalierer auf ein Match in Magdeburg getroffen hatten.

Ein 21-Jähriger, der mutmaßlich am Überfall beteiligt gewesen ist, wurde noch in der Nacht zum Dienstag festgenommen. Die Polizei ermittelt unter anderem wegen schwerem Landfriedensbruch und sucht nach Zeugen des Geschehens.

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