Im Stadion sorgten die Fans von Feyenoord beim Hinspiel für Europapokal-Stimmung. Rund um das Spiel erlebten dafür viele Union-Fans Gewalt. dpa

Es ist das größte Spiel der eisernen Europa-Tour und das bisher wichtigste der Saison. Um weiter auf drei Hochzeiten zu tanzen, muss der 1. FC Union im Conference-League-Duell gegen Feyenoord Rotterdam (Donnerstag, 21 Uhr, TVnow) unbedingt gewinnen.

Sportlich ist die Ausgangslage klar: Die Eisernen müssen dringend punkten, am besten dreifach, um in der Gruppe E nicht vorzeitig abgehängt zu werden.

Hoffnung macht die bevorstehende Rückkehr von Marvin Friedrich. Der Verteidiger saß nach überstandener Corona-Infektion bereits beim 2:5 gegen den FC Bayern wieder auf der Bank und könnte gegen Feyenoord helfen, der Abwehr wieder mehr Halt zu geben als beim 1:3 im Hinspiel in Rotterdam. „Der Geschmack war weg und ich habe nichts mehr gerochen. Hinzu kam leichter Husten. Ich bin froh, dass es mir wieder besser geht und ich wieder auf dem Platz stehen kann“, sagte Friedrich.

5100 statt 2800 Feyenoord-Fans

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Max Kruse trainierte am Dienstag zwar mit dem Ball, aber noch individuell. Richtig rund lief es noch nicht. 

Bitter: Max Kruse wird dagegen wohl weiter fehlen. Unions Bester kann nach einer Fußverletzung und Problemen am Oberschenkel noch immer nicht mit dem Team trainieren. Am Dienstag stand er zwar wieder auf dem Platz, übte auch mit Ball am Fuß, allerdings nur mit Reha-Trainer Christopher Busse.

Ob mit Kruse oder ohne: Union steht so oder so ein heißer Tanz im und rund ums Olympiastadion bevor. Denn der Tabellenvierte der Eredivisie kommt statt mit 2800 sogar mit 5100 Fans nach Berlin. Die Eisernen hatten das Kontingent großzügig erhöht – und die Feyenoord-Fans griffen sofort zu.

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Feyenoord-Boss appelliert an Fans

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Taiwo Awoniyi traf zum zwischenzeitlichen 1:2 gegen Feyenoord in Rotterdam und will auch im Rückspiel am Donnerstag treffen.

Nach den widerlichen Vorkommnissen in der Stadt und rund um das Stadion in Rotterdam ist die Berliner Polizei in Alarmbereitschaft und bereitet sich entsprechend auf das Spiel vor. Feyenoord-Boss Toon van Bodegom appelliert an die eigenen Anhänger: „Natürlich machen wir uns Sorgen darüber, ob es gut geht. Wir fordern auch jeden auf, sich in Berlin gut zu benehmen. Sonst schaden sie dem Klub enorm.“

Union wiederum wurde nach dem antisemitischen Vorfall im jüngsten Heimspiel gegen den israelischen Klub Macaabi Haifa von der Uefa zu einer Teilblocksperre verdonnert und muss zudem ein Banner mit der Aufschrift „#NoToRacism“ und dem Uefa-Logo aufhängen. 

Rückkehrer Friedrich gibt die Marschroute für Unions doppelten Drahtseilakt vor: „Das Heimspiel zu Hause gegen Rotterdam wollen wir gewinnen. Dann stehen wir deutlich besser da. Wir spielen auf Sieg.“

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