Jubeltraube in Schwarz (und ein bisschen Gelb), lange Gesichter in Rot. So feierte Frankfurt seinen späten Sieg im Hinspiel. imago/Sven Simon

Es ist ein weißer Fleck auf der eisernen Karte. Noch nie hat der 1. FC Union zu Hause gegen die Frankfurter Eintracht gewinnen können! Ob in Liga eins, zwei oder im Pokal – zwei Unentschieden waren das höchste der Gefühle in sieben Versuchen. Das soll sich am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) ändern.

Auch der Trainer der Adlerträger Oliver Glasner kennt den bitteren Geschmack einer Niederlage gegen die Köpenicker noch nicht. In vier Spielen mit Wolfsburg gewann er zwei und holte zwei Remis. Zeit, dass sich das ändert. Es wäre aus einem doppelten Grund Hilfe zur Selbsthilfe.

Fünf Punkte liegt das Team aus der Bankenmetropole hinter den Eisernen. Union würde mit einem Dreier einen hartnäckigen Verfolger abschütteln und selbst Druck auf die vor ihnen platzierten Teams machen. Vor allem aber müsste es nicht mehr vor den Eurofighter-Qualitäten der Gäste zittern.

So können bis zu acht Klubs in Europa starten

Denn ein Triumph im Europapokal könnte erhebliche Auswirkungen auf Unions Ambitionen haben, selbst wieder ins internationale Geschäft einziehen zu wollen. Was ja das erklärte Ziel ist, wie Manager Oliver Ruhnert jüngst erklärte. „Ich glaube, dass es einfach Reputation bringt“, so Ruhnert. Würde sicherlich auch beim Fahnden nach neuen Kräften helfen.

Die Champions-League-Plätze sind außer Reichweite für die Gäste. Doch sollten sie in der Liga auf Rang fünf oder sechs vorstoßen und dazu am 18. Mai in Sevilla triumphieren, würde das die Verteilung der Europacup-Plätze durcheinanderwirbeln. Die Eintracht dürfte dann in der Königsklasse starten, aber ein Platz in der Europa bzw. der Conference League ginge flöten. Es bleibt bei insgesamt sieben Bundesliga-Startern für die Uefa-Wettbewerbe.

Union will Barcelona-Bezwinger-Bezwinger werden

Nur wenn Frankfurt sich beim Gewinn der Europa League nicht über die Liga für Europa qualifiziert, sich am Saisonende brav hinter Union einreihen würde, bekäme die Bundesliga einen zusätzlichen, achten Startplatz, hätte dann fünf Vereine in der Champions League und weiterhin zwei in der Europa League sowie einen Vertreter in der Conference League.

Lästermäuler haben schon festgestellt, dass der 1. FC Union noch aus einem anderen Grund die Macht vom Main putzen muss. Aus einem rein kommerziellen. Denn eine T-Shirt-Edition mit dem Aufdruck „Barcelona-Bezwinger-Bezwinger“ würde das textile Sortiment im Fanshop sicherlich gut abrunden ...

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