Unions Pressesprecher Christian Arbeit ist beim Pilotprojekt der Kultur dabei. Aber auch in Rostock werden die Eisernen präsent sein. Foto: Imago/Matthias Koch

Hansa macht es vor und alle schauen hin. Die Zulassung von Zuschauern beim Drittligisten Rostock als erstem deutschem Profiverein nach fast fünfmonatiger Pause zieht das Interesse anderer Clubs auf sich. „Aus diesem Grund werden am Samstag auch Vertreter anderer Sport-Vereine und Veranstalter aus unserem Land sowie anderer Fußball-Clubs wie z. B. Union Berlin zu Gast sein, um sich ein Bild von der Umsetzung unseres Konzepts und unserer Maßnahmen zu machen und von unserem Testlauf profitieren zu können“, teilte Hansa Rostock in einem offenen Brief mit.

Für die Eisernen ist ihr Veranstaltungsleiter Pierre Lüttge (37) beim Kick des Drittligazweiten gegen den Halleschen FC (14 Uhr) Zaungast. Christian Arbeit, der Pressesprecher der Köpenicker, ist am Freitagabend beim Pilotprojekt in der Berliner Kulturlandschaft im Berliner Ensemble zu Gast. „Panikherz“ heißt das autobiographische Stück von Benjamin von Stuckrad-Barre, das sich Arbeit in der Inszenierung von Oliver Reese zu Gemüte führen kann. Oder muss man sagen darf? Egal.

Union testete gegen Köln

Und wie bei Union gegen Köln am vergangenen Sonnabend wird das Ganze nur in Verbindung mit einem Antigen-Schnelltest über die Bühne gehen. Der größte Unterschied: Beim Berliner Ensemble muss jeder sich selbständig vorher um den Nachweis kümmern, dass er nicht mit Covid-19 infiziert ist. Die Eisernen boten das am Tag des Spiels allen vor Ort Arbeitenden sozusagen live im Stadion an. 

Zurück zu Hansa. Am Sonnabend sind exakt 777 Zuschauer im Ostseestadion zugelassen. „Mit den Erkenntnissen und Erfahrungen aus den Abläufen am Spieltag wollen wir zugleich den Weg dafür ebnen, dass auch für andere Vereine und Veranstalter schnellstmöglich eine Zuschauer-Rückkehr möglich werden kann“, schrieb der Drittligist.

Ähnlich hatte das Arbeit ausgedrückt vor dem Spiel in Frankfurt. Und auch die Hoffnung, dass Union ähnliche Feldversuche beim Haupstadtderby gegen Hertha BSC am Ostersonntag machen will, nicht in Abrede gestellt. „Wir möchten das, was wir uns erarbeiten, mit anderen teilen. Damit das gesellschaftliche Leben wieder in Gang kommt. Das wäre wunderbar. Und je mehr daran arbeiten, umso besser“, so Arbeit.