Auf das Union-Logo vor dem Marathon-Tor müssen die Eisernen gegen Haifa verzichten. Eine Anordnung der Uefa.  imago/Contrast

Er wird beim 1. FC Union bestimmt nicht in der Kabinenplaylist an Nummer eins gespielt werden. Und auch wetten dürfen die Herren Fußballprofis ja nicht. Da kann Scooter Frontmann H.P. Bexxter noch so viel dafür werben. Aber ein bisschen Anlehnung an seinen Techno-Hit passt schon zum Conference-League-Heimspiel am Donnerstag (21 Uhr, Olympiastadion – nur im Pay-TV bei TVNow) gegen Israels Meister aus der altehrwürdigen Hafenstadt: Haifa, Haifa! Union ist voll im Europa-Eifer!

„We put some energy into this place“, heißt es in dem Dancefloor-Hit aus dem Jahre 1994. Und das passt. Es wird wieder einiges an Energie in die Spielstätte des Ortsrivalen gesteckt, um für eine Heimspielatmosphäre in fremden Gefilden zu sorgen.

Union taucht Hertha-Stadion in Rot

Denn natürlich wird das Olympiastadion an diesem Abend auch wieder in ein strahlendes Rot getaucht. Einzig auf das in den Playoffs vor der Marathontor ausgelegte überdimensionale Vereinslogo der Köpenicker muss Union auf Geheiß der Uefa verzichten.

Auch der von Scooter besungene „Sweat“ ist im zweiten Gruppenspiel erforderlich. Vor dem Erfolg haben die Götter bekanntlich den Schweiß gesetzt. Und die Köpenicker wollen nach dem 1:3 in Prag zum Auftakt nun ein bisschen mehr als nur ihre Visitenkarte in dem neuen kontinentalen Wettbewerb abgeben, sondern – wie Trainer Urs Fischer es ausdrückte – bei der Uefa „auf der Landkarte erscheinen“. 

Union steht schon unter Druck

„Are you ready for the sound of“ Union? Natürlich ist die altehrwürdige Schüssel mit einer voll besetzten Ostkurve immer ein Stimmungsbringer. Und aus Rücksicht auf den Ankermieter wird auch wieder die Heimkabine nicht von den Eisernen genutzt und auch der Bereich, der als Herz der Hertha-Fans gilt, nicht besetzt.

Aber beim Kick in den Playoffs gegen den finnischen Champion Kuopion PS bewiesen die rund 22.000 Anhänger der Köpenicker, dass sie für ordentlich Bambule in der Schüssel sorgen können.

Die wird auch nötig sein, um in der Gruppe E nicht schon nach dem zweiten Spieltag ins Hintertreffen zu geraten. Durch die unglückliche 1:3-Niederlage in Prag steht Union in der Gruppe E beim Kampf um Platz eins (Achtelfinal-Qualifikation) oder zwei (Zwischenrunde gegen einen Gruppendritten der Europa League) schon vor den folgenden beiden Duellen mit Topfavorit Feyenoord Rotterdam (21. Oktober/4. November) unter Druck.

Wenn der Hype um die internationalen Spiele anhalten soll, braucht es einen Sieg gegen Haifa, Haifa …

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