Unions Grischa Prömel erszielte in Leverkusen seinen ersten Profi-Doppelpack und hat beste Karten im Vertragspoker.  Imago

Da hat sich einer selbst  beschenkt! Zwei Tore gemacht, Punkt bei den Champions League ambitionierten Leverkusenern entführt und am Ende des Tages nach dem 2:2 auf Rang sechs, weil Frankfurt gegen Dortmund patzte. Für Unions Mittelfeldspieler Grischa Prömel lief es optimal am Tag vor seinem 27. Geburtstag. 

Der Terminplan meint es gut mit dem eisernen Schwaben, der sich für die Rückrunde mehr Torgefährlichkeit auf die To-do-Liste geschrieben hatte und durch den Doppelpack schon jetzt seine Vorjahresausbeute von drei Treffern erreicht hat. Einer zünftigen Sause steht auch deshalb nichts im Weg, weil die eisernen Profis nach dem sonntäglichen Auslaufen am Montag frei haben, erst am Dienstag wieder trainieren müssen. Perfektes Prömel-Timing. 

Genau wie in der BayArena. Beim ersten Treffer, „ein Tor aus dem Nichts“, wie Manager Oliver Ruhnert anmerkte, zeigte sich Prömel hellwach. Leverkusens Keeper Lukas Hradetzky hatte zweimal herausragend pariert. Erst gegen Christopher Trimmel, dann beim Kopfball von Kevin Behrens. Prömel schaltete am schnellsten, drückte die Kugel am langen Pfosten zum Ausgleich über die Linie (45.). 

Prömel will Vorjahreswert verbessern

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Grischa Prömel (l.) stochert die Kugel zum zwischenzeitlichen 1:1 in Leverkusen rein.

Nach Wiederbeginn, als die Eisernen so spielten, wie Trainer Urs Fischer es sich von Beginn an gewünscht hatte, stand er bei einem Schussversuch von Max Kruse goldrichtig, musste nur noch den Schlappen hinhalten zum 2:1 (49.). Womit er weiter der einzige Mittelfeldspieler der Eisernen ist, der Buden macht. Alle anderen Treffer gingen auf die Abteilung Attacke oder gar die Hintermannschaft. 

Als Fischer ihn nach 71 Minuten auswechselte, hatte Unions Duracell-Häschen schon satte 9,76 km auf dem Tacho. Typisch Arbeitsbiene, die oft ein wenig unter dem Radar durchläuft, aber wichtig für das Team ist. 

Prömels Union-Vertrag läuft aus

Vielleicht war es für Leverkusen großes Glück, dass Fischer etwas mehr Frische ins Spiel bringen wollte. So wie Prömel drauf war, hätte man dem Aufstiegshelden auch noch den Lucky Punch zugetraut. Union war in der Schlussphase drauf und dran, die Partie auf seine Seite zu ziehen, wie auch Bayer-Coach Gerado Seoane zugab.  „Ich hatte schon das Gefühl, dass das Tor eher auf unserer Seite fallen würde“, so der Landsmann von Union-Trainer Fischer. 

Prömel, der lange Zeit in Stadionnähe gewohnt hatte und nun mit seiner zuvor in Würzburg studierenden Freundin Majlena sich gen Friedrichshain orientiert hatte,  war glücklich. Fehlt zur Abrundung des Geburtstagspakets nur noch eine Vertragsverlängerung.

Am Saisonende läuft sein Vertrag aus. Als zweitdienstältester Feldspieler nach Christopher Trimmel wäre Prömel mit seinen 27 Lenzen im besten Fußballeralter. Also bereit für einen richtig großen Vertrag. 

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