Will das Trainingsleibchen mit dem Spieltagsdress tauschen – Unions Joel Pohjanpalo. Foto: Imago/Matthias Koch

Es ist der Hoffnungsschimmer im Personalengpass an vorderster Front. Bei Anthony Ujah ist weiterhin nicht absehbar, wann er zurückkommt. Max Kruse zwar mit deutlichen Fortschritten, aber noch nicht fit. Sheraldo Becker und Marius Bülter angeschlagen – der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass auch Grischa Prömel sich mal wieder mit Wehwehchen herumplagt – doch Goaljanpalo ist wieder da. 

Gut, unter bürgerlichem Namen ist er eher als Joel Pohjanpalo bekannt. Aber diesen Kampfnamen hat sich einer der besten Joker der Liga verdient, der alle seine neun Erstligatore als Einwechsler geschossen hat. Und da die Luft vorne recht dünne geworden ist, ist jede weitere Option für den Chefcoach der Eisernen wertvoll. 

Fischer lobt Pohjanpalo

Da ist gar kein so schlechtes Omen für den Kick der Eisernen am Sonnabend gegen Mönchengladbach. Urs Fischer ist erfreut, das er erstmals seit Anfang November auf den Finnen wieder zurückgreifen kann. „Bei Joel sieht es wirklich gut aus. Da gehe ich davon aus, dass die Kraft für 15 bis 20 Minuten ausreichen sollte. Ob er mit im Kader steht, werden wir nach dem Training am Freitag entscheiden“, meinte Trainer Urs Fischer. 

Wenn denn über Nacht kein Rückschlag kommen wird, ist das so gut wie amtlich. Würde auch passen, wenn sich Taiwo Awoiyi mal wieder aufgerieben hat. Einer, der dahin geht, wo es wehtut und vor dem die Gegner jederzeit Respekt haben. So einen braucht man, wenn man gefinnen, äh sorry – gewinnen will. 

„Er ist ein Strafraumspieler. Er weiß, wo er hinlaufen muss. Er steht oft richtig. Auch wenn es nur 15 bis 20 Minuten sind, das kann uns helfen, wenn du noch mal nachlegen musst“, so Fischer, der es bedauerte, dass er nicht schon in der Vorwoche auf die Qualitäten der Leverkusener Leihgabe zurückgreifen konnte. „Er war vielleicht das, was uns gegen Augsburg ein bisschen gefehlt hat“, meinte der Schweizer, als die Eisernen sich zwar sehr mühten, aber eben auf den letzten 30 Metern nicht wirklich präsent waren oder die Flanken im Strafraum keinen Abnehmer fanden.