Max Kruse ziegt es an: da hinten liegt das Edelmetall.  imago(Contrast

Es geht los! Endlich. Zwei Tage nach der „EM zum Vergessen“ aus deutscher Sicht startet der DFB den nächsten Anlauf für ein großes Turnier – Olympia in Tokio. Vier Berliner sind dabei. Allen voran Max Kruse, sein Stürmer-Kollege Cedric Teuchert vom 1.FC Union sowie U21-Europameister Arne Maier und Jordan Torunarigha von Hertha BSC. Auch ein Ex-Unioner fliegt mit. Keven Schlotterbeck wurde nachnominiert.

Für Max Kruse geht auf der Mission Gold ein Kindheitstraum in Erfüllung. Der 33-Jährige brannte vom ersten Gedanken an für Olympia und schaffte es als einer der drei erlaubten älteren Spieler in den DFB-Kader.

12 Stunden Flug für einen Kindheitstraum

Mit einem Flug nach Frankfurt/Main begann am Montag das große Abenteuer. Von dort hebt die Crew von Bundestrainer Stefan Kurtz am Dienstag um 18.15 Uhr nach Tokio ab. Flugzeit rund zwölf Stunden. 19 Mann und ein Ziel: Für Kruse & Co. heißt es jetzt wie einst bei Georgio Moroder beim Sommerhit für die Spiele 1984 „Reach out fort he medal“.

Kruse ist heiß drauf. „Ich freu mich einfach, dabei zu sein“, sagt das Offensiv-Genie in jedem Gespräch und wundert sich über manche Absagen von Kollegen: „Ich verstehe gar nicht, wie man keinen Bock auf Olympia haben kann. Das ist ein Turnier, das man wahrscheinlich nur einmal im Leben mitnehmen kann.“

Kruse & Co. gegen Brasilien

Kruse ist da ein bisschen wie ein kleines Kind, das ein neues Spielzeug bekommen hat. Egal was er schon alles gesehen und erlebt hat: Olympia ist was anderes. Einzigartig. „Ich finde es gut von Union, dass sie uns keine Steine in den Weg gelegt haben, weil es einfach ein Highlight für jeden Spieler ist“, betont Kruse. Eine Abstellungspflicht hatte ja nicht bestanden.

Einfach wird die Goldmission für die vier Berliner in keinem Fall. Gleich das erste Spiel hat es in sich. Am 22. Juli kommt es zur Neuauflage des Finales 2016. Um 13.30 Uhr (MESZ, live in der ARD) geht es in Yokohama gegen Rio-Sieger Brasilien. Am 25. Juli (3.30 Uhr MESZ/ZDF) wartet wie 1984 Saudi-Arabien. Neuland ist die Partie gegen die Elfenbeinküste am 28. Juli (10 Uhr MESZ/ZDF). Und ab dem Viertelfinale gibt es kein Zurück mehr. Go für Gold, Max! 

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