Torwart Moritz Nicolas will unbedingt Spielpraxis sammeln.  Foto: 1. FC Union/Pool via Matthias Koch

Drei Tage noch, dann beginnt für die Eisernen der Ernst des Lebens wieder. Erst die obligatorischen Medizinchecks, dazu die Corona-Tests. Und schon am Donnerstag geht es nach Bad Saarow ins Kurztrainingslager. Mit dabei sein sollen nach Lage der Dinge auch die drei Torhüter Moritz Nicolas, Jakob Busk und Lennart Moser.  

Ob es dabei bleibt, dass der 1.FC Union mit diesem Trio die neue Spielzeit angehen wird, ist immer noch offen. Zumindest hat Gladbach die Rückholoption für Nicolas verstreichen lassen. Marktsondierungen werden den Köpenickern aber dennoch nachgesagt. Zumal Nicolas bei seinem bisher einzigen Bundesligaspiel in Hoffenheim auch keine überragende Vorstellung abgeliefert hat. Gefahndet wird nicht nach einem Ersatzspieler, sondern wenn, nach einer neuen Nummer 1.

Es ist ein bisschen ein Dominospiel, das derzeit quer durch die Republik aufgebaut ist. Der Stein, der alles ins Rollen bringen könnte, liegt in Freiburg. Dort ist mit Mark Flekken ein Keeper unter Vertrag, der nicht länger gewillt ist, nur die Nummer zwei hinter Alexander Schwolow zu sein. Ein Auge haben die Köpenicker daher auf den 25 Jahre alten Holländer geworfen, der in der abgelaufenen Saison in neun Spielen seine Künste zeigen konnte bei den Breisgauern. Sollten sich Schwolows Wechselpläne zerschlagen – er wird hoch auf Schalke gehandelt –, will Flekken weg!

Bei einem neuen Keeper besteht Gesprächsbedarf für Nicolas

Union wäre ein passender Kandidat. Zumal die Köpenicker mit einem Freiburger Keeper – Rafal Gikiewicz! – sehr gute Erfahrungen gemacht haben. Geht Schwolow, bleibt Flekken, der aber beileibe nicht der einzige Name ist, der mit Union in Verbindung gebracht wird. In Holland ist das gefühlt die halbe Liga. Der Name von Julian Pollersbeck fällt auch immer wieder, wenn es um Union geht. 

Kommt ein neuer Keeper, wird es Bewegung bei den Rot-Weißen geben. Busk gilt bei den Eisernen als Back-up. Und der Däne hat sich in den unsicheren Corona-Zeiten mit dieser Rolle angefreundet. Einen echten Zweikampf dürfte die Gladbacher Leihgabe aber nicht scheuen. Klar aber ist, dass Nicolas nicht noch einmal ein weiteres Jahr aussichtslos nur auf der Bank schmoren will. Dann steht Gesprächsbedarf ins Haus, selbst wenn alle Modalitäten eigentlich vertraglich geklärt sind.