Schaut in eine ungewisse Zukunft: Der FC Liverpool will Torhüter Loris Karius sofort loswerden. Imago

Seit Jahren stockt die Karriere von Loris Kauris gewaltig und ein Ende scheint nicht in Sicht. Jetzt, ein halbes Jahr vor seinem Vertragsende beim FC Liverpool, wird sein englischer Arbeitgeber mehr als deutlich. Liverpools Torwarttrainer John Achterberg hat Unions Ex-Keeper aufgefordert, sich noch bis Ende Januar einen neuen Klub zu suchen. Es ist der Höhepunkt eines krachendes Abstiegs.

Liverpool legt Karius Wechsel nahe

„Es hilft niemandem, weitere sechs Monate rumzusitzen, ohne das Gefühl, dass man wirklich für irgendwas kämpft“, sagt Achterberg im Interview mit dem Onlinemagazin The Athletic knallhart. Der Assistent von Cheftrainer Jürgen Klopp weiter: „Dadurch wird er sich nicht verbessern. Er muss seine Qualität nutzen, um jetzt Karriere zu machen. Loris hat viele gute Qualitäten.“

Die deutlichen Worte kommen überraschend, spätestens im Sommer ist die Liaison zwischen Karius und den Reds ohnehin Geschichte. Seit 2016 unter Vertrag, hat Karius bereits seit 2018 nicht mehr für Liverpool gespielt. Im Finale der Champions League unterliefen ihm gegen Real Madrid zwei schwere Patzer, durch die Liverpool das Endspiel letztlich mit 1:3 verlor.

Danach startete Karius seine von wenig Erfolg gekrönte Tingeltour durch Europa. Von 2018 bis 2020 spielte er auf Leihbasis für Besiktas Istanbul, bis man sich im Streit um offene Gehaltszahlungen trennte. In der vergangenen Saison war der ehemalige Keeper des FSV Mainz 05 an Union Berlin ausgeliehen.

Karius trat gegen Union nach

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Bilder sagen mehr als Worte: Am Ende herrschte zwischen dem 1. FC Union und Loris Karius Eiszeit.

Anders als in Istanbul konnte sich Karius bei den Eisernen nicht als Nummer eins im Tor durchsetzen, machte nur vier Spiele und eher abseits des Feldes mit seiner damaligen Freundin Sophia Thomalla Schlagzeilen. Nach seinem Abschied aus Köpenick trat Karius verbal nach, sagte über das Duell mit Unions Stammkeeper Andreas Luthe: „Wenn man alles betrachtet, war der Umgang sicherlich nicht unbedingt fair.“

Zuletzt wurde erneut über einen Wechsel des 28-Jährigen nach Deutschland spekuliert. Bundesliga-Schlusslicht Greuther Fürth galt als möglicher Interessent. Passiert ist jedoch nichts.

Achterberg spricht deswegen Klartext: „Am Ende liegt es an ihm, seinem Agenten und dem Klub, eine Lösung zu finden. Hoffentlich gibt es noch diesen Monat eine. Wenn nicht, wird er mit uns bis zum Ende seines Vertrags trainieren.“

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