Die Eisernen sind nach einem tollen Saisonstart blendend gelaunt. Foto: imago-images/Contrast

Sechs Spiele ohne Niederlage! Seit der unglücklichen Heimpleite gegen den FC Augsburg hat der 1. FC Union kein einziges Spiel mehr verloren und steckt mitten in einer Erfolgsserie, die man bei den Eisernen, zumindest auf diesem Niveau, noch nicht erlebt hat. Doch der derzeitige Tabellenplatz fünf kommt nicht von ungefähr, und ist nicht etwa reinem Glück geschuldet. Fünf Gründe, warum die Eisernen derzeit so gut sind – und das auch bleiben.

Der Geist ist heiß: „Ich habe auf und neben dem Platz noch nie so eine gut befreundete Mannschaft erlebt. Ich habe mich seit dem ersten Tag wohlgefühlt“, schwärmte Neuzugang Cedric Teuchert unter der Woche vom „unfassbaren“ Mannschaftsgeist. Und es ist schon bemerkenswert, dass es bei den Eisernen so gar keinen Knatsch und erst recht keine Stinkstiefel gibt. Daran hat auch Trainer Urs Fischer seinen Anteil, der darauf achtet, dass so gut wie jeder im Team mal seine Chance bekommt.

Taktische Veränderungen: Uns Urs ist es auch, der die Eisernen gerade taktisch beflügelt. Der Schweizer impfte seinen Mannen ein, statt des langen Balls häufiger auch mal den spielerisch ansprechenderen Weg zu suchen. Mit dem Resultat, dass Union für die Gegner kaum auszurechen ist. Lange Bälle, kurze Bälle, Dreierkette, Viererkette: Die Eisernen können alles.

Die Leistung steigt: Irre, was für einen Leistungssprung Spieler wie Sheraldo Becker, Robert Andrich oder auch Marvin Friedrich gemacht haben. Während die beiden Letzteren vor allem offensiv immer wieder in Erscheinung treten und beide schon zweimal getroffen haben, arbeitet der Niederländer auffällig oft defensiv mit, schaltet schneller und fleißiger um und kämpft um jeden Ball. Das zeigt: Die Unioner wollen den nächsten Schritt machen.

Auf dem Teppich: Trotzdem dreht keiner wegen der Erfolgsserie durch. Das Ziel in Köpenick ist und bleibt der Klassenerhalt. Alles, was danach noch kommen könnte, ist reiner Bonus. Überhaupt fahren die Eisernen bestens damit, wie schon immer unter Urs Fischer von Spiel zu Spiel zu schauen.

Kühler Kopf: Doch das gilt nicht nur für die sportlichen Leistungen. Auch neben dem Platz beweisen die Köpenicker, dass sie sich derzeit bei allem Trubel nicht aus der Ruhe bringen lassen. Shisha-Bar-Besuche oder Blitzerfotos von Max Kruse tangieren die Eisernen ebenso wenig wie die Kritik an Zuschauern in der Alten Försterei.