Zuletzt unzufrieden: der 1. FC Union und Spielmacher Max Kruse wollen noch vor Weihnachten wichtige Punkte einfahren. Imago

Es hätte eine traumhafte Woche für den 1. FC Union werden sollen mit dem Weiterkommen im Europacup und fest eingeplanten drei Zählern beim Schlusslicht Fürth. Doch die Eisernen sind mit dem 1:1 gegen Prag und der Pleite in Fürth (0:1) böse abgestürzt von der Euphoriewelle.

Die Frage ist nun: was wird? Frohe oder rohe Weihnachten? 23+x lautete die Glücksformel für die Eisernen. Wenn x gleich Null wäre, wäre das keine Vollkatastrophe, aber es würde das die Festtagsstimmung erheblich trüben und den Eindruck aus „fürtherlichen“ Kick im Ronhof vertiefen.

Es läuft bei Bochum und Polter 

Diese Gefahr ist real. Am Mittwoch gegen Freiburg (20.30 Uhr/Alte Försterei) hängen die Trauben hoch. Fragen Sie mal bei den 0:6-Gladbachern nach ... Und die Partie zum Halbjahresabschluss bei Sebastian Polters Bochumern am Sonnabend (15.30 Uhr) ist auch alles andere als ein Selbstgänger. Der Aufsteiger präsentiert sich als extrem heim- und willensstark und hat schon beachtliche sechs Dreier eingefahren. Vier davon im heimischen Revierstadion, in dem sie bei insgesamt sieben Auftritten auch nur einmal die Segel streichen mussten.

„In solchen Spielen, in denen der Gegner aufopferungsvoll kämpft, muss man seine Chancen einfach nutzen“, meinte Abwehrspieler Timo Baumgartl. Und macht es sich damit ein klein wenig zu einfach. Auch wenn die Eisernen in Fürth am Ende alles nach vorn warfen, sie sind derzeit einfach zu harmlos. Was nicht nur daran liegen dürfte, dass Taiwo Awoniyi nach 25 Einsätzen ein Stück weit überspielt wirkt. Es ist seine allererste Spielzeit als Dauerbrenner bei einem Klub. Was eine neue Erfahrung für ihn darstellt.

Union ist plötzlich Favorit

Eine neue Erfahrung müssen die Köpenicker derzeit auch machen, wenn sie – siehe Fürth – in der Liga antreten. Sie werden nicht mehr als ein kleiner Gegner wahrgenommen, sondern von den anderen als arrivierter Bundesligist mit Ambitionen angesehen. Diesen Status haben sie sich erarbeitet. Und so sollte es sie daher nicht weiter verwundern, wenn die Konkurrenz gegen sie aufopferungsvoll zur Sache geht, sie mit ihren ureigenen Mitteln angegangen werden! Das muss man annehmen. Und mit ein wenig mehr Druck von Beginn dem jeweiligen Widersachern den Zahn ziehen. In Fürth gelang das nicht ...

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