Gab in Magdeburg sein Debüt im Tor des 1. FC Union: Leverkusen-Leihgabe Lennart Grill.
Gab in Magdeburg sein Debüt im Tor des 1. FC Union: Leverkusen-Leihgabe Lennart Grill. Imago/Contrast

Zwei Spiele, vier Halbzeiten, vier verschiedene Keeper. Yannic Stein, Jakob Busk, Frederik Rönnow und Leverkusen-Leihgabe Lennart Grill – jeder durfte mal ran. Doch jetzt zieht Urs Fischer, der Trainer des 1. FC Union, die Zügel an. Der Kampf um das Gehäuse der Eisernen geht in die nächste Phase.

„Ich gehe schon davon aus, dass wir jetzt das Pensum bei den Keepern steigern werden. Vielleicht 60 zu 30“, so Fischers Marschroute für die kommenden Tage bis zur Abfahrt ins Trainingslager ins Salzburger Land kommenden Montag.

1. FC Union: Lennart Grill weiß um den Vorsprung von Frederik Rönnow

Da Stein noch U19-Spieler ist und Jakob Busk um seine Rolle als dritter Keeper weiß, konzentriert sich das alles langsam auf das Duell zwischen Rönnow und Grill. Sie werden in den kommenden Testspielen am Mittwoch in Braunschweig (18 Uhr) und kommenden Sonnabend zu Hause gegen Bohemians Dublin (15.30 Uhr) also stärker präsent sein.

Ein Duell, von dem Grill bei seinem Amtsantritt an der Wuhle sagte, er hoffe, dass da noch nichts entschieden, sondern in der Vorbereitung alles offen sei. Den Vorsprung, den Rönnow aufgrund der letzten Saison habe, schätzte er als nicht uneinholbar ein.

In Magdeburg beim 4:1 hatte Grill wenige Chancen, auf sich aufmerksam zu machen. Rönnow gelang immerhin eine starke Parade gegen Krempickis Kopfball nach rund 10 Minuten. Beim Gegentor sah er zwar nicht gut aus, war aber eher schuldlos.

Grill hingegen konnte sich nicht auszeichnen. Und konnte darüber herzlich schmunzeln. „Ist doch gut, wenn meine Vorderleute alles wegräumen. Ich musste gar nicht erst eingreifen, aber es war gut, mal wieder 45 Minuten zu spielen“, so der 23-Jährige, der das Testspiel als insgesamt gut einstufte. Weil man daraus einige Erkenntnisse ziehen könne.

1. FC Union: Grill solidarisch mit Rönnow

Dies betrifft weniger die Torhüterposition. Da ist weiterhin alles offen und die kommenden Aufgaben werden das Trainerteam um Urs Fischer einer Entscheidung näherbringen, wer denn nun als Nummer eins in die Spielzeit gehen wird.

Frederik Rönnow taucht beim Elfmeter für Magdeburg in die falsche Ecke ab und hat Glück, dass der Ball gegen den Pfosten geht.
Frederik Rönnow taucht beim Elfmeter für Magdeburg in die falsche Ecke ab und hat Glück, dass der Ball gegen den Pfosten geht. Imago/Matthias Koch

Aber Grill hatte das Große und Ganze im Sinn. „Ich habe sie letztes Jahr in der Dritten Liga ein bisschen verfolgt. Magdeburg spielt einen guten Ball. Aber das ist ja auch der Sinn eines Testspiels. dass die uns ein bisschen unter Druck setzen und ein paar Herausforderungen stellen. Das haben sie gemacht. Und wir haben Stand gehalten. Alles gut“, so Grill über seine Halbzeit.

Dass der die eingeforderte Solidarität unter den Keepern auch lebt und keine feindselige Atmosphäre zwischen den Schlussleuten mag, wurde deutlich, wenn man ihn zu dem Gegentor befragte. Daraus könne er keinen Vorteil ziehen. Und Schadenfreude würde er schon gar nicht empfinden. „Das war einfach Pech für Freddy“, so Grill solidarisch. Darüber könne er sich nicht freuen. Eher schon über den freien Sonntag, den Fischer dem Team verordnete.

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