Auch Sebastian Polter kann in Freiburg das Blatt nicht mehr wenden. Matthias Koch

Berlin - Ob er seine Wohnung in Köpenick schon gekündigt hat, ist nicht bekannt. Obwohl es nur konsequent wäre. Ende Juni müsste Sebastian Polter  nach seiner Ankündigung, Union verlassen zu wollen, ja schon einen neuen Arbeitsplatz haben. Bis dahin sind es nur drei Monate.

Was hingegen bekannt ist, ist die Tatsache, dass der 28-Jährige in Freiburg zu seinem ersten nennenswerten Einsatz für Union in diesem Jahr kam. 2020 durfte er davor nur zwölf Minuten ran. 32 Minuten vor Schluss wechselte Trainer Urs Fischer den 1,92 m großen Angreifer ein, um das Blatt zu wenden. Übrigens vor seinem Kollegen Anthony Ujah, weil Fischer der Meinung war, dass Polti "genau passe" für diesen Moment.

Polter fehlt Spielpraxis

Geholfen hat es leider nicht. Aber Fischer ist Polter nicht gram. „Die Leistung war so, wie ich es mir erhofft hatte. Er war da, hat versucht. Natürlich ist auch ihm nicht alles gelungen. Wie auch? Es fehlt ihm ja auch ein bisschen Spielpraxis. Aber ich habe das gesehen, was ich sehen wollte. Unermüdlich unterwegs, er hat probiert, hat versucht. Es war zwei-, dreimal eng. Wenn er sich da noch ein bisschen cleverer verhält, vielleicht gibt es dann die Torchance für ihn“, so der 54-Jährige.

Polter hofft nun natürlich  darauf, dass er noch mehr Spielzeit bekommt. Gerade was die kommenden beiden Gegner angeht. An die hat er schöne Erinnerungen. In München bezwang er per Elfmeter Manuel Neuer, erzielte seinen ersten Bundesliga-Treffer im Union-Dress. Acht Tage später wurde Polti in der achten Minute der Nachspielzeit ebenfalls per Elfer zum umjubelten Matchwinner im Derby gegen Hertha BSC. Das schreit nach Wiederholungen ...