Bullig: Joel Pohjanpalo setzt sich auf Schalke gegen seinen Gegenspieler durch. Matthias Koch

Selten war Unions Trainer Urs Fischer so schnell von einem Neuzugang so angetan wie von Joel Pohjanpalo. Das würde der Schweizer so natürlich nicht öffentlich zugeben, doch die Wertschätzung für einen solch kompletten Torjäger ist ihm deutlich anzumerken.

„Joel ist von Anfang an gut bei uns angekommen, hatte zudem Spielpraxis auf Wettkampfniveau mit der finnischen Nationalmannschaft. Er war bereit für diesen Einsatz“, erklärte Fischer die Hereinnahme des 26-Jährigen in die Startformation gegen den FC Schalke 04. Pohjanpalo lief als Sturmspitze neben dem sich fallenlassenden Max Kruse auf und füllte die vom Ex-Nationalspieler gerissenen Räume dabei immer wieder mit seiner beeindruckenden Präsenz.

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Überhaupt wirkt der Finne wie eine Weiterentwicklung seines nordischen Kollegen Sebastian Andersson, der die Eisernen in Richtung Köln verließ. Pohjanpalo ist torgieriger, beweglicher und damit nicht so auf hohe Anspiele fixiert. Gerade die Kombination mit Wühler und Unruheherd Kruse sah auf den ersten Blick schon vielversprechend aus.

Doch ist Pohjanpalo nicht als Joker viel wertvoller? Urs Fischer ist da noch unsicher. „Ich würde ihn gerne erst mal ein paar Wochen und Monate erleben, bevor ich mir da ein Urteil erlaube“, so der Trainer. Von seinem neuen Stürmer ist er dennoch schon überzeugt.