Max Kruse spielte zuletzt 2015 für den DFB. Nun winkt ein Comeback als Olympiafahrer.  Foto: Imago/Jan Huebner

Olympia – so nah und doch so fern. Vom 23. Juli bis 8. August sollen die Spiele in Tokio über die Bühne gehen. Könnte Auswirkungen haben auf den 1. FC Union. Denn Max Kruse, der derzeit noch individuell ackert, um sein Comeback voranzutreiben, ist ein heißer Kandidat für einen Ausflug ins Lande Nippon. 

Kruse steht, wie auch Mats Hummels, nicht aber Thomas Müller, auf der Olympia-Liste der NADA. Das ist die Grundvoraussetzung, um in Japan dabei sein zu können. U21-Trainer Stefan Kuntz liebäugelt damit, den 32-Jährigen als einen der drei Ü23-Kicker mit zum Turnier zu nehmen. 

Eigentlich kann das Union-Trainer Urs Fischer nicht schmecken. Dadurch würde die Vorbereitung auf die neue Spielzeit – Ligastart ist am 13. August – gestört. Aber der Schweizer denkt da nur uneigennützig an seinen Spieler. 

Fischer freut sich für Kruse

„Natürlich wäre das toll. Mit der Nationalmannschaft unterwegs zu sein, ist immer eine Auszeichnung. In erster Linie natürlich für den Spieler, aber auch für den Verein. Der hat dann ja einiges richtig gemacht“, so der 54-Jährige. 

Bei Union kam zuletzt der derzeit leicht angeschlagene Grischa Prömel 2016 in Rio in den Genuss und kam von dort mit einer Silbermedaille um den Hals zurück. Dass Kruse das letzte Mal den Adler auf der Brust hatte, ist noch länger her. Im Oktober 2015 kam er unter Jogi Löw in der EM-Quali beim 2:1 gegen Georgien zum Einsatz und erzielte sogar ein Tor. Nun winkt das Comeback beim DFB, wenn auch nicht im A-Team.