Robin Knoches starke Leistungen gingen hinter denen von Max Kruse und Co. beinahe ein wenig unter. Foto: imago-images

Da hat der eiserne Sportchef Oliver Ruhnert wieder einmal ganze Arbeit geleistet. Elf neue Spieler verpflichtete der 1. FC Union im Vorlauf der aktuellen Saison, die meisten davon sogar ablösefrei. Und wie das KURIER-Zwischenfazit zeigt, sind fast alle richtig gut eingeschlagen.

Echte Volltreffer

Max Kruse: Drei Treffer und fünf Vorlagen gelangen dem 32-Jährigen seit seiner Ankunft in Köpenick. Auch neben dem Platz ist Kruse mit seiner entspannten Art eine absolute Bereicherung für die Mannschaft, den Klub und die Bundesliga.

Andreas Luthe: Als der 33-Jährige in Köpenick vorgestellt wurde, rechneten viele damit, dass der Keeper hinter einem weiteren Neuzugang auf der Bank Platz nehmen würde. Doch Trainer Urs Fischer vertraute auf Luthe, der es auf dem Rasen mit starken Paraden dankte.

Klare Stammspieler

Joel Pohjanpalo: Der finnische Nationalspieler deutete in seinen sechs Einsätzen für die Eisernen an, dass er ein adäquater Ersatz für den letztjährigen Toptorschützen Sebastian Andersson sein kann – wenn nicht sogar mehr. 

Robin Knoche: 190 Bundesliga-Einsätze sind ein echtes Brett, die Erfahrung daraus bringt Robin Knoche seit dem ersten Spieltag auf den Rasen. Kleinere Fehler, wie den beim 3:1 in Hoffenheim, bügelt er mit tollem Einsatz selber aus und harmoniert dabei in der Innenverteidigung mit Marvin Friedrich.

Gute Ansätze

Sebastian Griesbeck: Der Zugang aus Heidenheim ist der Allrounder unter den Neuzugängen, kann in der Defensive und in der Offensive aushelfen.

Nico Schlotterbeck: Bei Schlotti II grätschte ein Muskelfaserriss nach den vielversprechenden ersten beiden Einsätzen dazwischen. Unklar ist, wo sein Platz in der zuletzt bestens funktionierenden Viererkette sein könnte.

Cedric Teuchert: Der Stürmer kam mit großen Hoffnungen an die Alte Försterei und musste dennoch erst einmal auf der Bank Platz nehmen. Teuchert trainierte eifrig und wurde mit Kurzeinsätzen und zuletzt zwei Jokertoren belohnt.

Keita Endo: Der japanische Youngster konnte seinen ersten Startelfeinsatz kaum erwarten. Sein Debüt wurde zum Kuriosum: Erst traf er nach drei Minuten, dann musste er verletzt raus. Doch was er auf den Platz bringt, ist vielversprechend.

Taiwo Awoniyi: Die Leihgabe vom FC Liverpool wirkte nach dem Abgang von Sebastian Andersson zunächst wie eine günstige Notlösung. Doch der Nigerianer, der sein erstes Saisontor bei mehreren guten Chancen gegen Hoffenheim nur knapp verpasste, passte sich schnell an Unions Spielweise an.

Brauchen noch Zeit

Loris Karius: Beinahe jeder hatte damit gerechnet, dass Karius die klare Nummer eins in Köpenick sein würde. Doch Urs Fischer vertraut auf Andreas Luthe. Die große Frage lautet: Was passiert, wenn sich das bis zur Winterpause nicht ändert?

Niko Gießelmann: Der Zugang von Fortuna Düsseldorf feuert auf der linken Verteidigerseite die Konkurrenz mit Christopher Lenz an. Sieben Bundesliga-Minuten lassen ein faires Fazit zum 29-Jährigen noch nicht zu.