Sheraldo Becker will in seinem zweiten Union-Jahr mehr Eindruck hinterlassen als in der Vorsaison. Im Test gegen Dresden gelang ihm zumindest schon mal ein Tor. Foto: City-Press

Die Eisernen beweisen Konstanz in der Vorbereitung. Drittes Testspiel, dritter Sieg für den 1. FC Union. Und weiterhin glänzten Max Kruse und Sebastian Andersson mit Abwesenheit auf dem Feld. Langte aber trotzdem für einen 2:0 (0:0)-Sieg.

Etwas unerwartet gab sich Neven Subotic gegen Dresden die Ehre. Es könnte der letzte Auftritt des 31-Jährigen im Dress der Eisernen gewesen sein. Der serbische Ex-Nationalspieler reist ja nicht mit ins am Montag beginnende Trainingslager der Köpenicker. Während die Kollegen im Allgäu schwitzen, will der Abwehrmann sich um seine Zukunft kümmern. Und die liegt nicht mehr bei den Eisernen. 

„Ich glaube, es ist für mich und für den Verein der richtige Schritt, sich um die Zukunft zu kümmern. Für mich persönlich gilt es jetzt, das Beste aus dem Leben zu machen. Ich habe noch ein paar Jahre in diesem Geschäft. Und die will ich zu 100 Prozent angehen. Und dafür im nächsten Schritt einen neuen Verein finden“, meinte der Innenverteidiger nach der Partie gegen Dresden. 

Gegen die Sachsen, bei denen Julius Kade beginnen sollte und Phlipp Hosiner zunächst auf der Bank Platz nahm, war Union im dritten Testspiel anzumerken, dass Urs Fischer derzeit die Prioritäten auf andere Dinge setzt. Es wirkte bei allem Bemühen etwas schwerfällig. Die wenigen hinter der Waldseite versammelten Fans feierten mit Gesängen eben Karim Benyamina, der im rbb seine Meinung zum Spiel zum Besten gab und die Partie auf der Tribüne verfolgte.

Große Chancen gab es vor der Pause nicht. Keita Endo hätte sein erstes Tor für die Köpenicker erzielen können, doch bei einer schönen Hereingabe von dem diesmal auf dem rechten Flügel agierenden Marius Bülter kam der Japaner einen Schritt zu spät (16.). Mehr war eigentlich nicht, auch wenn Union deutlich druckvoller agierte als die Gäste. 

Begehrter Interviewpartner beim rbb: Unions Rekordtorjäger Karim Benyamina. Foto:  City-Press

Änderte sich nach der Pause, als Urs Fischer auf Dreierkette umstellte. Joshua Mees brachte Union auf Vorlage von Lars Dietz in Führung (50.). Sheraldo Becker erhöhte nach einer schönen Kombi auf 2:0 (62.).  Am Ende spielten die Gäste ein bisschen besser mit. Dennoch ein verdienter Sieg der Eisernen. Aber noch ohne größere Aussagekraft.

Fischer war dennoch sehr zufrieden. „Wir haben uns vorgenommen, aktiv zu sein heute. Die Jungs hatten wirklich schwere Beine. Gestern hatten wir noch ein sehr intensives Training. Vor daher bin ich wirklich mit dem Auftritt zufrieden. Wir haben uns spielerisch die eine oder andere Möglichkeit erspielt.  Dass noch nicht alles gelingt, ist auch normal. Aber für mich gab es sehr viele positive Dinge, die ich gesehen habe“, so der 54-Jährige.

Union 1.HZ.: Busk - Trimmel, Friedrich, Subotic, Gießelmann -Grießbeck    Gentner, Prömel -  Bülter, Taz, Endo

Union 2.HZ: Busk - Hübner,  Schlotterbeck, Knoche - Dietz, Andrich, Schneider, Lenz - Becker, Teuchert, Mees