Verstehen sich gut: Ex-Union-Trainer Uwe Neuhaus und der heutige Coach der Eisernen, Urs Fischer. imago/Bernd König

Nur rund 30 km trennen Uwe Neuhaus von seinem Wohnort Gütersloh zur Bielefelder Alm. Und doch wird der Coach morgen nicht im Stadion sein, wenn Arminia Bielefeld auf den 1. FC Union trifft (15.30 Uhr, Sky). Doch der Aufstiegstrainer beider Klubs ist keiner, der ins Rampenlicht drängt. Das wäre aber unweigerlich der Fall, wenn er im Stadion gesichtet werden würde.

„Natürlich schaue ich mir das aber zu Hause an“, sagte Neuhaus. Schließlich verfolgt er den Weg der beiden Kontrahenten immer noch mit Interesse. Wenn auch aus der Ferne.

Uwe Neuhaus lobt Union

„Union ist fast erschreckend stark. Die haben eine richtig gute Entwicklung hingelegt, auch wenn sie jetzt im Winter ein, zwei Abgänge hatten und das kompensieren müssen. Wird sich zeigen, wie gut das gelingt“, so Neuhaus.

Fakt ist: Beide Teams brauchen dringend Punkte, Union vielleicht noch ein bisschen mehr als die Arminia. Um keine weitere Unruhe nach dem Abgang von Max Kruse entstehen zu lassen.

Neuhaus versteht Unions Kruse-Verkauf

„Was sollten sie denn machen? Kruse gegen seinen Willen halten? Wer weiß, welche Auswirkungen das auf die Leistungen gehabt hätte“, so Neuhaus.

Doch je länger der Erfolg ausbleibt, desto länger hält die Debatte natürlich an. Neuhaus: „Damit hat man in Köpenick bestimmt gerechnet. Ich glaube, sie können ganz gut damit umgehen und werden sich von außen nicht verrückt machen lassen.“

Neuhaus im Herzen eisern

Und wem drückt er denn nun am Sonnabend die Daumen? „Stopp, Frage gestrichen. Die ist fies“, meinte Neuhaus im ersten Moment, erklärt dann: „Es ist doch klar, dass ich all den Vereinen, bei denen ich gearbeitet habe, irgendwo noch verbunden bin. Ich liege ja nicht im Groll mit ihnen und bin ja mit allen aufgestiegen. Da wünscht man ihnen weiterhin alles Gute.“

Mit Essen, Dresden und Union ging es in die 2. Liga, mit der Arminia sogar hoch in die Beletage des deutschen Fußballs. Doch wenn er sich unbedingt entscheiden müsste, wäre sein Herz wohl tiefer an die Eisernen gebunden. Sieben Jahre als Trainer in Köpenick sind kein Pappenstiel. Neuhaus: „Ich glaube, jeder würde es verstehen, wenn ich sage, dass ich aufgrund der langen Zeit bei den Eisernen Union noch ein bisschen emotionaler verbunden bin.“

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